Schwangerschaftsübelkeit

Schwangerschaftsübelkeit: Relativ normal, aber nicht angenehm

Wenn die klassische Schwangerschaftsübelkeit zuschlägt
Viele Frauen erleben zwischen der vierten und achten Woche der Schwangerschaft Schwangerschaftsübelkeit. Wir verraten, was dagegen hilft.

Übelkeit in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit

Ungefähr drei Viertel aller Schwangeren kämpfen in den ersten Wochen der Schwangerschaft mit Übelkeit und Erbrechen. Sie sind also nicht alleine mit Ihren Beschwerden. Mit unseren Tipps werden Sie es aber garantiert durch diese "üble" Zeit schaffen.

Die Übelkeit tritt meist im ersten Drittel der Schwangerschaft auf

Die Übelkeit in der Schwangerschaft ist nicht schön. Aber halten Sie durch! Die meisten Frauen fühlen sich im zweiten Schwangerschaftsdrittel besser. Und spätestens bei der Geburt sind Sie die Übelkeit wieder los.

Woher die Übelkeit kommt, ist nicht bekannt

Auch wenn sie nicht angenehm ist, stellt die Übelkeit während der Schwangerschaft im normalen Ausmass weder für Mutter noch für das ungeborene Baby ein gesundheitliches Risiko dar. In erster Linie ist sie eine unangenehme Begleiterscheinung, die der werdenden Mutter das Leben ganz schön schwer macht. Die Übelkeit tritt meist im ersten Trimester der Schwangerschaft auf. In seltenen Fällen können die Beschwerden auch während der ganzen Schwangerschaft bestehen bleiben.

Eine genaue Erklärung für die Ursachen der Übelkeit und gibt es bisher nicht. Aber Forscher vermuten, dass verschiedene physische und psychische Faktoren dafür verantwortlich sind. Wenn Sie schwanger werden, beginnt Ihr Körper mit der Produktion des Schwangerschaftshormons HCG (humanes Choriongonadotropin). Dadurch wird die Produktion weiterer Hormone wie Progesteron und Östrogen gefördert. Zwischen Woche 8 und 10 sowie erneut zwischen Woche 11 und 13 ist die Konzentration der Hormone besonders hoch. In diesen Phasen leiden viele Frauen unter starker Übelkeit und Erbrechen. Verstärkt können diese Symptome morgens auftreten, da die Hormonkonzentration in der Früh am höchsten ist.

Übelkeit und Erbrechen treten in der Schwangerschaft nicht nur morgens auf

Der alte Begriff "Morgenübelkeit" ist etwas irreführend. Es gibt schwangere Frauen, bei denen die Übelkeit morgens tatsächlich schlimmer ist. Viele Frauen, die schwanger sind, leiden aber auch tagsüber und abends unter Übelkeit.

Wenn Ihrer Mutter übel war, wird es Ihnen vermutlich auch so ergehen

Weitere Faktoren könnten manche Magen-Darm-Bakterien wie Helicobacter Pylori und ein Vitaminmangel (insbesondere Vitamin B6) sein. Auch die Familiengeschichte sowie eine generelle Veranlagung zu Übelkeit und Erbrechen (wenn Ihnen z. B. beim Autofahren oft schlecht wird) und Ihr Alter (je jünger Sie sind, desto grösser ist die Chancen, dass Ihnen schlecht wird) können Ursachen für die Übelkeit während der Schwangerschaft sein.

Wenn Sie betroffen sind, müssen Sie sich übrigens keine Sorgen um das Baby machen. In den ersten Wochen und Monaten greift Ihr Körper auf gespeicherte Nährstoffe und Vitamine zurück. So wird die Versorgung des Kindes gewährleistet, auch wenn Sie aufgrund der Übelkeit wenig bis kaum etwas essen. Häufig kommt es zusätzlich zur Übelkeit auch zu Erbrechen. Wenn Sie häufiger als 3 bis 4 Mal am Tag erbrechen, Gewicht oder zu viel Flüssigkeit verlieren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Um die Übelkeit zumindest etwas einzudämmen, können Sie sich eine kleine, kohlenhydratreiche Mahlzeit – wie Zwieback – zum Bett stellen. So können Sie die Nüchternphasen verkürzen und einen kleinen Bissen nehmen, wenn Ihnen wieder flau im Magen wird.

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Diese Tipps helfen bei Übelkeit in der Schwangerschaft

Mit unseren Tipps können Sie Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft zwar nicht einfach abstellen, aber zumindest die Symptome lindern. Egal, ob Ernährung, Bewegung oder alternative Medizin: Wir haben alle Tipps für Sie!

Tipp: Machen Sie während der Schwangerschaft Sport an der frischen Luft

Sie sind schwanger und Ihnen ist übel? Ein bisschen Bewegung an der frischen Luft wird Ihnen und Ihrem Baby gut tun.

Diese Tipps werden Ihnen helfen!

Ein Heilmittel gegen die Übelkeit während der Schwangerschaft gibt es leider nicht. Dennoch gibt es einige Dinge, die jede Schwangere probieren kann, um die Symptome zu lindern. Versuchen Sie Hunger, Müdigkeit und Stress zu verhindern. Ein guter Tipp ist auch die Umstellung Ihres Ernährungsplans. Um nachzuverfolgen, welche Speisen und Gerüche Ihnen besonders zusetzen, während Sie schwanger sind, können Sie auch ein Ernährungstagebuch führen.

• Vermeiden Sie Auslöser wie abstossende Gerüche.
• Stellen Sie Ihre Ernährung um. Nehmen Sie alle 2–3 Stunden kleine, kohlenhydratreiche, fettarme Mahlzeiten ein.
• Meiden Sie stark gewürzte, fettige Speisen.
• Trinken Sie zwischendurch reichlich Wasser, Tee und Fruchtsäfte. Besonders Pfefferminztee hilft gegen Übelkeit.
• Setzen Sie Ingwer auf Ihren Ernährungsplan, er wirkt nachgewiesenermassen gegen Übelkeit. Mischen Sie ihn in Ihren Tee, trinken Sie Gingerale aus richtigem Ingwer oder knabbern Sie Ingwerkekse oder kandierten Ingwer.
• Wer schwanger ist, soll regelmässig essen. Vermeiden Sie einen leeren Magen.
• Gehen Sie regelmässig an der frischen Luft spazieren.

Tipp: Probieren Sie Ingwer aus!

Ingwer als Tee oder in Kapselform hilft bei vielen Frauen gegen Übelkeit und Erbrechen. Als Nebenwirkung kann es jedoch zu Sodbrennen kommen.

 

• Kauen Sie eine geschälte Mandel oder trockene Haferflocken.
• Essen Sie über den Tag verteilt Nüsse und Rosinen.
• Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Ihrem Gynäkologen über die Einnahme von Vitamin B6, welches die Übelkeit verringern kann oder fragen Sie ihn, welche zusätzlichen Vitamine er empfiehlt.
• Verzichten Sie während der Schwangerschaft auf Kaffee und Getränke mit Kohlensäure.
• Bleiben Sie nach dem Essen sitzen statt sich hinzulegen (hinlegen ist nicht gut, weil bei Reflux die Schmerzen und Übelkeit im Liegen verstärkt werden).

Rezepttipp: Falls Sie den Tee lieber kühl trinken, können Sie auch ein zwei Zentimeter grosses Stück geschälten Ingwer klein schneiden und in einem Liter Wasser zehn Minuten lang kochen. Danach abseihen, nach Geschmack mit Honig süssen und mit etwas Zitronensaft abrunden. Stellen Sie den Ingwertee kalt und trinken Sie über den Tag verteilt davon.

Tipp: Auch alternative Methoden können die Symptome lindern

Einige schwangere Frauen schwören auf die heilenden Kräfte von Akupunktur. Dabei werden haardünne Nadeln an bestimmten Punkten in die Haut gestochen. Keine Sorge, Ihrem Kind geschieht dabei nichts.

 

Probieren Sie alternative Methoden aus, um die Übelkeit zu bekämpfen: Relief Bänder (die einen sanften Elektroimpuls abgeben), elastische Seekrankheitsbänder oder Akupressurbänder (die am Handgelenk getragen werden), können etwas Erleichterung verschaffen.
• Viele Frauen berichten, dass Akupunktur dabei helfen kann, die Übelkeit während der Schwangerschaft zu verringern.
• Sorgen Sie während der Schwangerschaft für ausreichend Ruhe. Stress kann die Beschwerden verschlimmern.
• Wenn Sie Angst oder Sorgen haben, suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.
Probieren Sie es mit Homöopathie: Hier stehen Ihnen zahlreiche Mittel in Form von Globuli, Pulver oder Tropfen zur Verfügung. Am bekanntesten ist Nox Vomica in der Potenz D6.