Mutterschutz

Mutterschutz: Sind Sie bereit den Arbeitsplatz zu verlassen?

Bereit für eine grosse Veränderung
Die Umstellung von der geregelten Arbeitszeit in eine neue Phase – die der Elternzeit – ist nicht immer leicht und birgt Vor- und Nachteile. Wir haben ein paar Tipps für Sie!

Mutterschutz und Elternzeit

Umso näher der Geburtstermin rückt, desto stärker werden Sie auch die Müdigkeit durch die Schwangerschaft spüren. Und dann ist es soweit: Sie verabschieden sich in den Mutterschutz. Für viele ein Grund zum Feiern, für viele aber auch ein wehmütiger Abschied – zumindest auf Zeit. Die meisten Frauen haben gemischte Gefühle, aber sind vor allem aufgeregt über den Beginn des neuen Lebensabschnittes, dem sie entgegen blicken.

«Auf Wiedersehen, Job» und «Hallo, Mutterschaft». Schon bald wird es offiziell – Sie packen Ihre privaten Dinge in einen Karton und verabschieden sich von Ihren lieben Kolleginnen und Kollegen. Zum Abschied gehören oft auch Babyparties, die in der Arbeit einen netten Abschluss bereiten.

Vorbereitung auf den Mutterschutz

Beginnen Sie rechtzeitig vor dem Mutterschutz mit der Übergabe Ihrer beruflichen Projekte und Aufgaben. Je besser Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen auf die Aufgaben vorbereiten, umso beruhigter werden Sie dem Ende der Arbeit entgegensehen. Ausserdem werden Sie nicht das Gefühl haben, etwas zu vergessen, wodurch Sie in den letzten Wochen Ihrer Schwangerschaft die nötige Balance und innere Ruhe behalten.

Nichtsdestotrotz kann der Abschied schwerfallen. Vergegenwärtigen Sie sich daher, was für Herausforderungen und Erwartungen der neue Lebensabschnitt mit sich bringt. Erstellen Sie eine Liste, auf der Sie sich notieren, worauf Sie sich im Mutterschutz freuen. Sie sollten diese Liste am besten immer griffbereit haben, um sie jederzeit ergänzen zu können. Das steigert nicht nur die Vorfreude, sondern nimmt auch gleichzeitig die Angst vor der grossen Umstellung.

Wir haben für Sie einige Punkte gesammelt, mit denen Sie Ihre Liste beginnen können:
• Zeit zum Einrichten des Kinderzimmers vor der Geburt
• Zeit für Ihr Kind und Ihre Familie
• Kuschelzeit mit Ihrem Baby
• kein Pendeln vom und zum Arbeitsplatz
• abwechslungsreiche, neue Aufgaben

Vor- und Nachteile des Mutterschutzes und der Elternzeit

Nicht nur die Vorbereitung auf den Mutterschutz ist eine grosse Herausforderung, sondern auch die Überlegung, wann und ob Sie wieder zu arbeiten beginnen. Familie und Beruf zu vereinen, ist nicht immer leicht und kann zu unerwünschtem Stress führen.

Arbeit oder zu Hause bleiben?

Die Mehrheit aller Berufstätigen würde gerne Teilzeit arbeiten. Aber die wenigsten können sich diesen Luxus leisten. Stattdessen müssen Sie sich entscheiden: zu Hause bleiben oder Vollzeit arbeiten. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

• Wenn Sie nach dem Mutterschutz weiter arbeiten, bleiben Sie weiterhin in der Arbeitswelt vernetzt und befriedigen Ihr natürliches Verlangen nach intellektueller Stimulierung. Denn obwohl Sie Ihr Baby aufrichtig lieben, so kommunizieren Sie doch auf eine ganz andere Art mit ihm als mit Erwachsenen.

• Wenn Sie Teilzeit oder auch Vollzeit weiter arbeiten, so kann dies sehr stressig sein. Sie müssen Ihre Zeit optimal managen und es kann passieren, dass Sie in Gedanken woanders sind. Eine weitere Herausforderung stellen Erkrankungen dar, denn neben Ihnen kann auch Ihr Kind krank werden und intensive Pflege benötigen.

• Wenn Sie sich entscheiden zu Hause zu bleiben, werden Sie Ihr Kind wachsen sehen und bei jedem Meilenstein dabei sein. Es wird Ihr Leben nicht unbedingt stressfreier machen, aber Sie können sich auf diese eine Sache konzentrieren. So bauen Sie in diesen frühen Jahren eine starke Beziehung zu Ihrem Kind auf.

Wann fängt der Mutterschutz an?

Arbeiten während der Schwangerschaft aber auch der Beginn des Mutterschutzes werfen oft viele Fragen auf, die zukünftige Eltern beschäftigen. Deswegen haben wir für Sie die wichtigsten FAQs zusammengefasst.

Wie lange dürfen Sie arbeiten, wenn Sie schwanger sind? Was sind Ihre Rechte und Pflichten und welche Ansprüche können Sie geltend machen? Fragen, die eine konkrete Antwort benötigen.

Rechtliche Grundlagen in der Schweiz

Arbeiten in der Schwangerschaft, Anspruch sowie Dauer des Mutterschutzes und Elternzeit – Was ist in der Schweiz alles erlaubt und sogar rechtlich verpflichtend für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:

• Als schwangere Frau dürfen Sie neun Arbeitsstunden täglich nicht überschreiten. Ausserdem muss in der Arbeit ein Ruheraum bzw. eine Möglichkeit zum Ausruhen und Hinlegen angeboten werden. Darüber hinaus dürfen Sie ab dem achten Monat nicht mehr nach 20 Uhr arbeiten.

• Frauen haben in der Schweiz Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung. Diese beträgt 80 % des vorher bezogenen Gehaltes und wird bis mindestens 14 Wochen nach der Geburt ausgezahlt. Ausserdem gilt bis acht Wochen nach der Geburt ein Beschäftigungsverbot. Ein Grund dafür ist, dass im Sinne der Gesundheit des Babys stillende Frauen nicht arbeiten dürfen.

• In der Schweiz gibt es keinen gesetzlich geregelten Eltern- oder Vaterschaftsurlaub, jedoch wird dies von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich gehandhabt.

• Frauen unterliegen während der Schwangerschaft und auch Wochen nach der Geburt einem Mutterschaftsschutz und dürfen nicht gekündigt werden.

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