Fragen zu Mikroplastik

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen

Beiersdorf übernimmt Verantwortung in Sachen Nachhaltigkeit

Beiersdorf übernimmt Verantwortung in Sachen Nachhaltigkeit gegenüber Menschen und Umwelt. Kontinuierlich arbeiten wir deshalb daran, die Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt nachhaltig zu verringern, z. B. sind bereits heute circa 90 % unserer Verpackungsmaterialien recyclebar. Beiersdorf hat sich schon 2013 entschieden, keine Peeling-Partikel aus Polyethylen (PE) in Pflegeprodukten mehr einzusetzen und war damit eines der ersten Unternehmen, die aktiv geworden sind.

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Aktuell wird immer wieder über Mikroplastik in Kosmetik und Hautpflege diskutiert. NIVEA setzt schon seit Ende 2015 keine Microbeads in Pflegeprodukten mehr ein. Die festen Kunststoffteilchen (<5 Millimeter) zum Reinigen oder Peelen haben wir durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt. Noch Fragen? Alle weiteren Informationen finden Sie hier:

1. Mikroplastik und Polymere: Was ist was?

Grundsätzlich handelt es sich bei Plastik um feste, künstliche und nicht wasserlösliche Polymere. Polymere wiederum sind lange Moleküle, die aus vielen gleichen kleinen Molekülen bestehen. Synthetisch hergestellt erfüllen sie in fester, flüssiger oder gel-artiger Form vielerlei Funktionen im modernen Leben. Polymere kommen aber auch in ganz natürlicher Form in der Natur vor, beispielsweise als Proteine, Zucker, Fette oder Kohlenhydrate.

In Kosmetikprodukten können verschiedene synthetische Polymere zum Einsatz kommen. Sie besitzen unterschiedliche Eigenschaften und Formen:

  • Mikroplastik sind feste Partikel aus Kunststoff, die kleiner als 5 Millimeter sind, und sich im Wasser nicht biologisch abbauen (vgl. UNEP Umweltprogramm der Vereinten Nationen). Bereits seit 2015 haben wir Peeling-Partikel aus Mikroplastik in unseren Pflegeprodukten durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt.

  • In abwaschbaren Kosmetika werden zum Teil flüssige oder gel-artige Polymere verwendet. Diese können aber nicht als Plastik bezeichnet werden, weil Plastik per Definition ein festes Material ist. Sie sind auch nicht Teil des Problems der Wasserverschmutzung. Auch wenn sie nicht leicht biologisch abbaubar sind, können sie durch die Technologien in Kläranlagen aus dem Abwasser entfernt werden (z. B. durch Flockungsmittel). Uns sind keine wissenschaftlichen Studien bekannt, in denen berichtet wird, dass diese Stoffe in der Umwelt Schäden verursachen. Trotzdem unterstützt Beiersdorf die wissenschaftliche Diskussion und Forschung auf diesem Gebiet.

2. Woher stammt das Mikroplastik?

Mikroplastik stammt bei Weitem nicht nur aus Kosmetik- und Hautpflegeprodukten, sondern aus unterschiedlichen Quellen: Am häufigsten entstehen die Kunststoffteilchen aus grösseren Plastikteilen, die nicht richtig entsorgt werden, oder auch durch Abrieb beispielsweise von Autoreifen. Durch Wettereinwirkung und Erosion zerfällt das Plastik in viele kleine Stücke, die schliesslich winzig klein werden. Auch Fasern synthetischer Kleidung, die sich beim Waschen lösen, oder kleinere Plastikpartikel aus Verbraucherprodukten des täglichen Bedarfs werden als Mikroplastik bezeichnet.

3. Ist Mikroplastik in Kosmetik schlecht für die Gesundheit?

Nein, absolut nicht. Das hat das Bundesinstitut für Risikobewertung 2014 in einer offiziellen Stellungnahme bestätigt. Dies gilt sowohl für die äusserliche Anwendung auf der Haut als auch für versehentlich verschluckte Mikropartikel.

4. Welche Rolle spielt Mikroplastik aus Kosmetik in der Umwelt?

Die Bedeutung von Kosmetikprodukten ist im Vergleich zu anderen Quellen von Mikroplastik sehr gering. Mikroplastik stammt aus unterschiedlichen Quellen: Am häufigsten entsteht es aus grösseren Plastikteilen, die nicht richtig entsorgt werden. Auch der Abrieb von Autoreifen oder die Fasern synthetischer Kleidung, die sich beim Waschen lösen, sind Mikroplastik.

5. Wie sieht NIVEA das?

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Kunststoff in den Weltmeeren haben NIVEA und das Unternehmen Beiersdorf frühzeitig Handlungsbedarf gesehen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie achten wir sowohl auf die Qualität als auch auf den langfristigen ökologischen Einfluss unserer Produkte.

Deshalb setzt Beiersdorf schon seit Ende 2015 weltweit keine Peeling-Partikel aus PE in Pflegeprodukten mehr ein und hat sie durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt.

6. Was ist statt Microbeads in den Peeling- und Reinigungsprodukten?

Je nach Grösse und Farbe der Mikropartikel haben wir diese grösstenteils durch mikrokristalline Cellulosepartikel, eine Mischung aus mikrokristalliner Cellulose und Siliciumdioxidpartikeln oder Rizinuswachs ersetzt:

  • Cellulose ist ein biologisch abbaubares, organisches Material, das auch in Pflanzenfasern vorkommt.
  • Siliciumdioxid ist ähnlich wie Quarzsand.
  • Rizinuswachs ist ein natürlicher, biologisch abbaubarer Rohstoff mit einer harten, wachsähnlichen Konsistenz.


Die Ersatzpartikel sind bei gleicher Wirkung ebenso schonend und hautfreundlich wie ihre Vorgänger. Damit haben wir einen entscheidenden Schritt hin zu noch umweltfreundlicheren Produkten gemacht und zugleich sichergestellt, dass die hohe Qualität bewahrt bleibt, die Verbraucher von uns erwarten.

7. Gibt es noch andere feste Kunststoffbestandteile (ausser Microbreads) in NIVEA Produkten?

Es ist das Ziel von Beiersdorf, keine Rohstoffe zu verwenden, die Umweltprobleme verursachen könnten. Wir überprüfen deshalb alle von Beiersdorf zur Herstellung kosmetischer Mittel verwendeten Polymere, ob sie ebenfalls zur Umweltverschmutzung durch Mikroplastik beitragen könnten. Bei diesen Rohstoffe suchen wir gegebenenfalls umweltverträglichere Alternativen. Über 90 % aller Mikroplastikpartikel werden im Rahmen der üblichen kommunalen Abwasserreinigung abgefangen.

8. Was ist mit anderen, nicht festen Polymeren?

Wir verfolgen die Diskussion um das sogenannte „Mikroplastik“ intensiv. Dabei stehen Kunststoffteilchen im Fokus, die fest und kleiner als 5 Millimeter sind (Definition der UNEP). Obwohl diese Kunststoffteilchen nur einen sehr kleinen Teil am allgemeinen Plastikmüllaufkommen ausmachen, hat sich NIVEA und Beiersdorf schon frühzeitig und vorsorglich dafür entschieden, zukünftig keine Peelingpartikel aus Polyethylen mehr zu verwenden und sie durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

Aktuell weitet sich die Diskussion jedoch auch auf andere Stoffe aus, die ebenfalls zur Gruppe der Polymere gehören, aber fundamental andere Eigenschaften haben oder in anderen Formen eingesetzt werden als Polyethylen-Partikel und somit nicht zur Gruppe der Mikroplastikpartikel / Microbeads gehören.

Alle von uns eingesetzten Polymere müssen höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen, sie sind sehr gut hautverträglich und nicht allergen. Uns sind keine wissenschaftlichen Studien bekannt, in denen berichtet wird, dass diese Stoffe in der Umwelt Schäden verursachen. Trotzdem unterstützt Beiersdorf die wissenschaftliche Diskussion und Forschung auf diesem Gebiet, u.a. in einem Projekt des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, mit Universitäten, Unternehmen, Experten für Abwasserreinigung und Verbänden.

9. In den USA gibt es ein Gesetz gegen Mikroplastik. Was bedeutet das für Beiersdorf und NIVEA?

Beiersdorf erfüllt bereits heute sämtliche Anforderungen des „Microbead-Free Waters Act of 2015’’. Dabei handelt es sich um ein US-amerikanisches Gesetz, das zum 01.07.2018 in den USA umgesetzt sein muss und an dem sich aktuell viele andere Staaten orientieren. Es bezieht sich auf Kunststoffteilchen ("plastic microbreads"), die fest und kleiner als 5 Millimeter sind und abwaschbaren Kosmetika (Gesichtsreinigungsprodukten, Peelings, Duschgels etc.) sowie Zahnpasta (absichtlich) hinzugefügt werden. Diese Kunststoffteilchen hat Beiersdorf bereits ersetzt.








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