Sehr trockene Haut: Ursachen, Symptome und Pflege

So stärken Sie die natürliche Schutzbarriere Ihrer Haut Fühlt sich die Haut am Körper rau und rissig an, können das Anzeichen eines Fett- und Feuchtigkeitsmangels sein. In diesem Fall ist eine gezielte Pflege nötig, um die sensible Hautbarriere gesund und geschmeidig zu halten.

Symptome und Ursachen: Sehr Trockene Haut Erkennen

Spannungsgefühl, Juckreiz, Rötungen – trockene Haut zeigt vielfältige Symptome. Diese lassen sich meist mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Produkten lindern. Bei sehr trockener Haut muss jedoch manchmal der Dermatologe helfen.

Eigenschaften sehr trockener Haut

Trockene Haut ist sehr rau und empfindlich. Daher benötigt sie viel Pflege. Ihre Schutzbarriere – ein Film aus einem Fett-Wasser-Gemisch, der die Haut vor dem Austrocknen und dem Eindringen von Keimen bewahrt – ist extrem dünn und manchmal sogar lückenhaft.

Verantwortlich dafür sind träge Talg- und Schweissdrüsen. Sie geben zu wenig Fett und Feuchtigkeit an die Oberhaut ab, um diese geschmeidig zu halten. Es entstehen mikroskopisch kleine Risse und Lücken zwischen den Zellen. Über sie verliert die Haut ständig Feuchtigkeit.

Spannungsgefühle, schuppige Haut, frühzeitige Faltenbildung sowie raue, gerötete und juckende Hautstellen zählen zu den typischen Anzeichen trockener Haut. Sehr trockene Haut ist zudem anfällig für Allergien, Neurodermitis oder Schuppenflechte und reagiert empfindlich auf äussere Reize.

Der individuelle Hauttyp ist genetisch festgelegt, wird also vererbt. Aber auch Krankheiten, hormonelle Veränderungen – beispielsweise während der Schwangerschaft – sowie eine falsche Körperpflege können plötzlich zu trockener Haut führen.

Wichtig: Bei ausgeprägten Symptomen extrem trockener Haut ist es sinnvoll, sich beim Zusammenstellen des passenden Pflegeprogramms ärztlichen Rat einzuholen. Ein Dermatologe stellt durch verschiedene Testverfahren fest, welche Pflegestoffe Ihre Haut benötigt.

Feuchtigkeitspflege für zarte Haut

Reichhaltige Cremes versorgen sehr trockene Haut mit den dringend benötigten Nährstoffen und helfen ihr dabei, die Fett-Feuchtigkeitsbalance wiederherzustellen.

Erste Hilfe bei trockenen Händen

Handschuhe aus Wolle, trockene Heizungsluft und häufiges Händewaschen können sehr trockene Haut an den Händen bedingen. Eine reichhaltige Handcreme zum Beispiel mit Dexpanthenol beugt spröder, rissiger Haut vor und hält sie geschmeidig.

Trockenheit: Häufig betroffene Hautzonen

Einige Körperpartien neigen verstärkt zur Austrocknung. Dazu zählen:

  • Hände und Füsse – insbesondere die Hautpartien zwischen den Fingern, die Zwischenräume der Zehen sowie die Fersen
  • Ellenbogen und Unterarme
  • Knie und Schienbeine
  • Wangen und die zarte Augenpartie

In all diesen Bereichen weist die Haut ein sehr dünnes Unterhautfettgewebe auf und wird nur durch wenige Talgdrüsen mit Hautfett versorgt.

Daneben verstärken hier weitere Faktoren die Austrocknungsgefahr. So ist das Gesicht ständig Witterungseinflüssen wie Wind, Hitze, Kälte und UV-Licht ausgesetzt.

Der Fett-Feuchtigkeitsfilm an Ellenbogen und Knie leidet hingegen durch die ständige Reibung an Hemden, Pullover, Blusen oder Hosen. Diesen mechanischen Reiz können Sie ganz einfach verringern, indem Sie weite, bequeme Kleidung tragen.

Typische Auslöser für trockene Haut

  • Zu wenig trinken und einseitig ernähren: Sehr trockene Haut kann durch einen Flüssigkeits- und Nährstoffmangel bedingt sein.
  • Auch Stress, psychische Überbelastung und Schlafmangel drosseln die Hautregeneration.
  • Sehr trockene Haut im Sommer: Bei Hitze beginnt der Körper zu schwitzen. Der kurzfristige Verlust an Feuchtigkeit kann Spannungsgefühle bei trockener Haut vorübergehend verstärken.
  • Sonnenlicht: UVA-Strahlen können Zellschäden verursachen sowie die Oberhaut (Epidermis) verdünnen und austrocknen.
  • Sehr trockene Haut im Winter: Bei Kälte fahren die Talgdrüsen ihre Produktion von Hautfett herunter und geben weniger davon an die Oberfläche ab.
  • Beheizte Räume: Je trockener die Umgebungsluft, desto grösser der Feuchtigkeitsverlust über die Hautoberfläche.
  • Kleidung: Kratzige Wolle und Materialien mit chemischen Zusätzen können die Hautoberfläche zusätzlich reizen.


Für Samtweiches Hautgefühl: Pflege-Tipps gegen trockene Haut

Ist die Haut sehr trocken und spröde, braucht sie Unterstützung von aussen. Spezielle Pflegewirkstoffe und etwas Achtsamkeit bei der täglichen Körperhygiene reichen in den meisten Fällen bereits als Hilfestellung aus.

Was tun gegen trockene Haut? Tipps für die Pflegeroutine

  • Duschen Sie lieber kurz und lauwarm als ausgedehnt und heiss. Ein Vollbad sollte bei sehr trockener Haut eher die Wellness-Ausnahme sein.
  • Reinigen Sie Ihren Körper mit einem parfümfreien Duschgel, das speziell auf die Bedürfnisse sehr trockener Haut abgestimmt ist.
  • Spülen Sie Wasch- und Duschgel nach der Körperreinigung sorgfältig ab, um die empfindliche Haut nicht durch Rückstände des Pflegeproduktes zusätzlich zu reizen.
  • Bei sehr trockener Haut sind Body Lotions und Cremes zum Beispiel mit Hyaluronsäure oder Dexpanthenol zu empfehlen.
  • Mit einem Körperöl können Sie die Hautpflege sehr trockener Haut optimal ergänzen – ideal für eine entspannende Massage.
  • Nutzen Sie für die Gesichtsreinigung bestenfalls ein Waschgel für trockene und sensible Haut, das sanft reinigt und gleichzeitig Feuchtigkeit spendet.
  • Gönnen Sie sich ab und zu eine verwöhnende Gesichtsmaske: z. B. mit Kokosöl, Jojobaöl, Mandelöl oder Arganöl.
  • Bei sehr trockener Haut im Gesicht und am Körper gilt gleichermassen: Nach dem Reinigungsprogramm sollten Sie die Haut nur sanft mit einem weichen Handtuch abtupfen statt stark zu reiben oder rubbeln. So schonen Sie die empfindliche Oberhaut.



Einfache und effektive Pflegetipps für den Alltag

  • Duschen und baden Sie nicht zu heiss und zu oft – eine Wassertemperatur von 32 Grad ist völlig ausreichend.
  • Reinigen Sie Ihre Körperhaut unter der Dusche mit speziell für sehr trockene Haut entwickelten Pflegeprodukten wie der NIVEA Creme Smooth Pflegedusche.
  • Pflegen Sie Ihre sehr trockene Haut täglich mit einer reichhaltigen Bodylotion. Cremen Sie besonders trockene Hautpartien wie Ellenbogen, Knie und Schienbeine extra dick ein und lassen Sie die Bodylotion einziehen, bevor Sie sich anziehen.
  • Cremen Sie Ihre Hände nach jedem Waschen ein. Handcremes mit Macadamia-Öl ziehen schnell ein und pflegen sehr trockene Haut intensiv.
  • Stellen Sie in den Wintermonaten Luftbefeuchter auf. Die Luftfeuchtigkeit sollte in Innenräumen idealerweise zwischen 50 und 70 Prozent liegen.



Wasserhahn nicht zu heiss aufdrehen

Zu heisses Baden oder Duschen führt dazu, dass die Haut zusätzlich Feuchtigkeit abgibt. Warme und lauwarme Wassertemperaturen sind beim Duschen ideal. Ein Entspannungsbad sollte Temperaturen von 32 bis 38 Grad nicht überschreiten und maximal 15 Min. dauern.

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