
AHA vs. BHA:
Die Säuren in der Hautpflege erklärt
Was sind
AHA und BHA?
AHA und BHA sind zwei Arten von Peelingsäuren, die abgestorbene Hautzellen entfernen und so frischere, glatter und strahlender aussehende Haut zum Vorschein bringen. Beide verbessern die Hautstruktur und den Hautton, wirken jedoch auf unterschiedliche Weise und eignen sich für verschiedene Hauttypen.

AHA, kurz für Alpha-Hydroxysäure, ist eine Gruppe wasserlöslicher Säuren, die häufig aus natürlichen Quellen wie Früchten, Milch oder Zuckerrohr gewonnen werden. AHAs wirken, indem sie die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen an der Hautoberfläche sanft lösen, deren Abtragung fördern und so ermöglichen, dass gesünder und strahlender aussehende Haut zum Vorschein kommt.
Wenn Sie mit rauer Hautstruktur, Trockenheit, fahl wirkender Haut oder einem ungleichmässigen Hautton zu kämpfen haben, können AHAs Ihr Hautbild verbessern, indem sie für eine glattere Haut sorgen und die natürliche Ausstrahlung unterstützen. Zu den gängigen AHAs gehören Glykolsäure, bekannt für ihre intensive Peelingwirkung, Milchsäure, die feuchtigkeitsspendend und mild ist, sowie Zitronensäure, die oft für aufhellende Effekte eingesetzt wird.
BHA steht für Beta-Hydroxysäure, und das bekannteste Beispiel ist Salicylsäure. Anders als AHAs sind BHAs fettlöslich und können dadurch tiefer in die Haut und insbesondere in verstopfte Poren eindringen. Das macht sie besonders wirksam für Menschen mit fettiger, zu Unreinheiten neigender oder Misch-Haut. BHAs helfen, überschüssigen Talg aufzulösen, Verstopfungen zu lösen und Mitesser zu reduzieren – ideal bei unreiner Haut.
Neben AHA und BHA gibt es noch eine dritte Art von Peelingsäuren: PHA (Polyhydroxysäure). PHA wirkt ähnlich wie AHA, geht aber deutlich sanfter vor und ist daher eine gute Wahl für empfindliche Haut. Sie hilft, die Haut nach und nach zu exfolieren, sorgt für eine glattere Struktur, spendet Feuchtigkeit und unterstützt die Hautbarriere – bei gleichzeitig geringem Risiko für Irritationen.

Worin unterscheiden sich
AHAs und BHAs?
Sowohl AHAs als auch BHAs exfolieren die Haut und verbessern die Hautstruktur, teilen sich aber mehrere zentrale Vorteile, die sie für verschiedene Hauttypen interessant machen. Beide Säuren:
- Fördern die Entfernung abgestorbener Hautzellen, wodurch der Teint glatter und frischer wirkt und das gesamte Hautbild verbessert wird.
- Tragen dazu bei, das Erscheinungsbild vergrösserter Poren zu minimieren, indem sie überschüssigen Talg, Schmutz und abgestorbene Hautzellen entfernen, die zu Verstopfungen führen können.
- Unterstützen die Reduktion von Anzeichen der Hautalterung wie feinen Linien und Falten, indem sie die Zellerneuerung anregen und die Kollagenbildung fördern.
- Helfen, den Hautton zu verfeinern und Unregelmässigkeiten wie Verfärbungen, Hyperpigmentierung und dunkle Flecken zu adressieren – für einen gleichmässigeren Teint.
- Verbessern die allgemeine Hautstruktur, sodass sich die Haut glatter und verfeinert anfühlt.
- Unterstützen das Freihalten der Poren, was die Entstehung von Unreinheiten und Mitessern reduzieren kann, indem sie Öl und Ablagerungen aus den Poren entfernen.
AHAs und BHAs helfen beide, die Haut zu exfolieren und die Hautstruktur zu verbessern, doch der Hauptunterschied liegt darin, wie und wo sie wirken. AHAs sind vor allem dafür bekannt, die Hautoberfläche zu glätten, während BHAs tiefer gehen und Poren von innen befreien.
- AHAs eignen sich ideal, um fahle Haut, einen ungleichmässigen Hautton, Trockenheit und erste Anzeichen der Hautalterung anzugehen. Sie exfolieren die oberste Hautschicht und sorgen so für ein frischeres, strahlenderes Erscheinungsbild.
- BHAs wie Salicylsäure dringen in die Poren ein und sind dadurch besonders effektiv bei der Regulierung von Fettglanz, Mitessern, Unreinheiten und vergrösserten Poren. Zusammen bieten sie sich ergänzende Vorteile – und für viele Hauttypen kann die abwechselnde Anwendung oder eine ausgewogene Kombination beider Säuren für ein sichtbar klareres, glatteres und ebenmässiger aussehendes Hautbild sorgen.
Vorteile von
AHA und BHA

- Strahlender, ebenmässiger HauttonAHAs fördern die Zellerneuerung und können dadurch dunkle Flecken, Sonnenflecken und verbliebene Male nach Unreinheiten verblassen lassen – für einen sichtbar strahlenderen Teint.
- Weniger feine LinienAHAs unterstützen die Kollagenbildung, wodurch die Hautfestigkeit verbessert und das Erscheinungsbild feiner Linien und Fältchen im Laufe der Zeit geglättet werden kann.
- Mehr FeuchtigkeitEinige AHAs wie Milchsäure wirken als natürliche Feuchthaltefaktoren, die Feuchtigkeit in der Haut binden und speichern. Das sorgt für mehr Geschmeidigkeit und Hydratation – besonders bei trockener oder reifer Haut.
- Bessere Aufnahme Ihrer PflegeprodukteIndem sie die Ansammlung abgestorbener Hautzellen lösen, ermöglichen AHAs, dass Seren und Feuchtigkeitscremes besser und tiefer in die Haut eindringen und dadurch effektiver wirken können.
- Glattere HautstrukturDurch das Lösen der Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen tragen AHAs zu einer sanften Erneuerung der Hautoberfläche bei und helfen, raue Stellen, Trockenheit und sichtbare Hautschuppen zu reduzieren.
- Tiefenreinigung der Poren
BHAs sind fettlöslich und dringen in die Poren ein. So helfen sie, Talg, Ablagerungen und Verunreinigungen zu lösen, die Mitesser und Unreinheiten verursachen können.
- Vorbeugung von Ausbrüchen und UnreinheitenDie am häufigsten eingesetzte BHA, Salicylsäure, besitzt antibakterielle Eigenschaften und ist daher sehr gut geeignet, das Risiko von Bakterienwachstum und das sichtbare Auftreten von Unreinheiten zu reduzieren, ohne die Haut auszutrocknen.
- Weniger Glanz und FettigkeitRegelmässige BHA-Anwendung unterstützt die Balance der Talgproduktion, sorgt für ein matter wirkendes Hautbild und reduziert das Bedürfnis nach Abpudern oder dem erneuten Auftragen von Make-up.
- Kleiner wirkende PorenBHAs helfen, Poren zu klären, sodass sie optisch kleiner wirken und Anzeichen verstopfter Poren reduziert werden.
- Sanft zu sensibler, zu Unreinheiten neigender HautTrotz ihrer starken Wirkung sind BHAs bei richtiger Konzentration in einer sanften Formel im Allgemeinen gut verträglich und bieten wirksame Ergebnisse für fettige Haut und zu Unreinheiten neigende Haut.

Faktenübersicht
Was sind AHAs und BHAs?
AHAs (Alpha-Hydroxysäuren) und BHAs (Beta-Hydroxysäuren) sind chemische Peelings, die in der Hautpflege eingesetzt werden, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen und Hautstruktur und Klarheit zu verbessern.
Was sind die Unterschiede zwischen AHA und BHA?
AHAs sind wasserlöslich und exfolieren hauptsächlich die Hautoberfläche; BHAs sind fettlöslich und dringen tiefer in die Poren ein.
Kann man AHA mit BHA kombinieren?
Ja, aber mit Vorsicht. AHAs und BHAs können in einer geeigneten Formel gemeinsam eingesetzt werden, um mehrere Hautbedürfnisse zu adressieren. AHAs exfolieren die Oberfläche, während BHAs die Poren klären.
AHA- und BHA-
Hautpflege-Routine

Beginnen Sie mit der Reinigung mit dem NIVEA Derma Skin Clear Wash Gel, formuliert mit Salicylsäure (BHA), Meersalz und Niacinamid. Es reinigt die Haut tiefenwirksam, entfernt überschüssiges Öl, Schmutz und Verunreinigungen und klärt die Poren, um Unreinheiten und Mitesser vorzubeugen. Die sanfte Formel wirkt mattierend, verfeinert die Hautstruktur und hinterlässt ein klares, glattes Hautgefühl.
Verwenden Sie anschliessend das NIVEA Derma Skin Clear Scrub mit Salicylsäure (BHA), Meersalz und Niacinamid. Es unterstützt den natürlichen Erneuerungsprozess der Haut, verfeinert die Poren und reduziert Mitesser und Unreinheiten, ohne die Haut auszutrocknen – für einen sichtbar klareren Teint.
Nach dem Peeling oder der Reinigung tragen Sie den NIVEA Derma Skin Clear Toner mit Salicylsäure (BHA) auf. Dieses erfrischende Gesichtswasser hilft, zu Unreinheiten neigende Haut ins Gleichgewicht zu bringen und die Poren zusätzlich zu reinigen. Mit Salicylsäure und Niacinamid hilft der Toner, Poren zu verfeinern und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Gleichzeitig kontrolliert er überschüssige Talgproduktion, die zu Unreinheiten und Hautstau beitragen kann. Bei regelmässiger Anwendung verbessert er die Hautklarheit und sorgt für eine glattere, ebenmässigere Hautstruktur.

Entdecken Sie die
Derma Skin Clear Pflegeserie
Nach dem Klären verwenden Sie den NIVEA Derma Skin Clear Chemical Exfoliator für ein sanftes Peeling mit AHA. Dieses Produkt hilft, die Hautstruktur zu verfeinern und Unreinheiten zu adressieren – ideal für die nächtliche Anwendung. Einfach nach dem Gesichtswasser auftragen, nicht abspülen und die Haut über Nacht glätten, ohne sie auszutrocknen.

Können AHA
mit PHA kombiniert werden?

Peelingsäuren und Sonnenschutz:
Warum ein SPF unverzichtbar ist
Ganz gleich, ob Sie AHAs, BHAs oder eine Kombination aus beiden verwenden – es ist wichtig zu verstehen, wie Peelingsäuren die Reaktion Ihrer Haut auf die Sonne beeinflussen. Diese Wirkstoffe entfernen abgestorbene Hautzellen an der Oberfläche oder klären die Poren, was Ihre Haut vorübergehend empfindlicher gegenüber UV-Strahlung machen kann.
- AHAs und BHAs erhöhen die Photosensibilität, das heisst, Ihre frisch gepeelte Haut ist anfälliger für Sonnenbrand, Irritationen und langfristige Sonnenschäden. Selbst kurze Sonneneinwirkung kann der Haut schaden, wenn sie nicht ausreichend geschützt ist.
- Ohne geeigneten Sonnenschutz riskieren Sie Reizungen, Rötungen und sogar Hyperpigmentierung – insbesondere nach der Anwendung von Peelingsäuren.
- Zusätzlich zu Sonnenschutz ist eine schrittweise Einführung von Peelingsäuren wichtig: Starten Sie langsam (2–3 Mal pro Woche), damit sich die Haut an die Wirkstoffe gewöhnen kann und potenzielle Irritationen oder erhöhte Empfindlichkeit – besonders bei Einsteigerinnen – minimiert werden.
- Tragen Sie jeden Morgen einen Breitband-Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 auf – auch an bewölkten Tagen oder wenn Sie sich überwiegend drinnen aufhalten. UV-Strahlen können durch Wolken und in gewissem Umfang sogar durch Fenster dringen, und konsequente SPF-Nutzung ist Ihr bester Schutz.
- Verwenden Sie Peelingsäuren idealerweise in der Abendroutine, besonders wenn Sie neu mit AHAs oder BHAs starten oder eine empfindliche Haut haben. So vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung unmittelbar nach dem Auftragen und geben Ihrer Haut Zeit, sich über Nacht zu regenerieren.
- Machen Sie Sonnenschutz zu einer täglichen Gewohnheit – und zu einem unverzichtbaren Schritt, wenn Sie chemische Peelings wie AHAs oder BHAs verwenden. Regelmässige SPF-Anwendung schützt nicht nur Ihre Haut, sondern unterstützt auch die Ergebnisse Ihrer Peeling-Routine.

Zusammenfassung
Das Verständnis der Unterschiede zwischen AHAs und BHAs ist der erste Schritt, um das richtige Peeling für Ihre Haut zu wählen. AHAs wirken vor allem an der Oberfläche, glätten die Hautstruktur, bringen den Hautton zum Strahlen und reduzieren feine Linien – ideal für trockene, fahle oder ungleichmässige Haut. BHAs hingegen dringen tiefer in die Poren ein, um überschüssigen Talg, Hautstau und Unreinheiten zu adressieren – optimal für fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut. Beide Wirkstoffe bieten individuelle Vorteile und können – korrekt angewendet – sogar kombiniert werden, um umfassendere Ergebnisse zu erzielen. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Starten Sie langsam, kombinieren Sie das Peeling mit einer Feuchtigkeitspflege und tragen Sie anschliessend immer einen hohen Lichtschutzfaktor auf, um Ihre frisch gepeelte Haut zu schützen.















