Hilfe bei Sonnenbrand

Welche Hausmittel helfen gegen Sonnenbrand?

SOS-HILFE BEI VERBRANNTER HAUT

Die Haut ist gerötet, es brennt, juckt und schmerzt. Viele schwören bei Sonnenbrand auf Hausmittel. Doch nicht jedes verschafft Linderung der Symptome. Was braucht die Haut wirklich?

Was tun bei Sonnenbrand?

Die effektivste Pflege bei Sonnenbrand liefern After Sun Lotions, da sie speziell auf die Bedürfnisse sonnenverbrannter Haut abgestimmt sind. Viele setzen aber auch auf Hausmittel gegen Sonnenbrand, zum Beispiel Aloe vera, Quark oder gar Apfelessig – aber tun sie unserer Haut auch wirklich gut?

After Sun Lotion: Ideale Pflege für strapazierte Sonnenhaut

Nach dem Sonnenbad kommt die Pflege: Raus aus der Sonne, rein in den Schatten – jetzt heißt es, sich der Kühlung der Haut zu widmen. Abhängig davon, wie gross das betroffene Hautareal ist, das den Sonnenstrahlen ausgesetzt war, hat sich der Körper deutlich erhitzt. Die Abkühlung sollte entsprechend schonend erfolgen, um den Kreislauf nicht unnötig zu belasten. Also nicht gleich in die Eistonne springen.

Starten Sie lieber mit einer lauwarmen Dusche und ruhen Sie sich anschliessend aus. Der Körper verliert beim Sonnenbaden viel Flüssigkeit. Trinken Sie reichlich Wasser, um dies auszugleichen und den Körper bei der Regeneration zu unterstützen.

Sonnengestresste Haut verlangt außerdem nach sehr viel Feuchtigkeit und Kühlung. Daher sollte man nach der Sonne am besten zu einem After-Sun-Produkt greifen – sie sind genau auf diese Bedürfnisse zugeschnitten, lassen sich leicht verteilen und wirken hautberuhigend. In der Regel enthalten After-Sun-Produkte zudem spezielle Inhaltsstoffe wie z. B. Panthenol. Diese pflegen die Haut nach der Belastung durch das UV-Licht zusätzlich.

Tragen Sie die Lotion in den folgenden Tagen regelmässig auf und meiden Sie unbedingt die Sonne, bis sich die Haut regeneriert. Der Prozess kann bis zu eine Woche in Anspruch nehmen.

Achtung: Bei sehr starken Verbrennungen mit Blasenbildung, Übelkeit und starken Schmerzen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Raus aus der Sonne

7-Punkte-Plan: Was tun bei Sonnenbrand?

1. Raus aus der Sonne!

Woran Sie erkennen, dass sie zu viel Sonne abbekommen haben? Frühe Warnsignale sind leichte Rötungen und Spannungsgefühle auf der Haut. Ist das der Fall, sollten Sie Schutz im Schatten suchen und sich entspannen - auch wenn das ganze Sonnenbrand-Ausmass noch nicht zu erkennen ist.

Was hilft gegen Sonnenbrand?

7-Punkte-Plan: Was tun bei Sonnenbrand?

2. Schnelle Hilfe bei Sonnebrand: Kühlen

Schmerzlindernde Abkühlung bietet z.B. eine kühle Dusche. Auch gut: kalte Umschläge. Dafür Leinen- oder Baumwolltücher kurz in Wasser tränken und auf die betroffene Stelle legen. Wollen Sie Coolpacks verwenden? Umwickeln Sie die Kaltkompressen mit Tüchern, um Hautreizungen zu vermeiden.

reichlich trinken

7-Punkte-Plan: Was tun bei Sonnenbrand?

3. Wichtig: Reichlich trinken

Bedingt durch Hitze und Sonnenbrand verliert der Körper eine Menge Flüssigkeiten. Beugen Sie Kreislaufprobleme vor, indem Sie den Verlust ausgleichen. Trinken Sie viel - mindestens 1,5 Liter Wasser, das können Sie auch nach Belieben mit Obst aromatisieren.

Was hilft gegen Sonnenbrand?

7-Punkte-Plan: Was tun bei Sonnenbrand?

4. Haut kühlen: After Sun Lotion

After Sun Produkte sind auf die Bedürfnisse sonnengestresster Haut abgestimmt. Sie enthalten hautberuhigende und kühlende Inhaltsstoffe. After Sun Lotionen lassen sich ganz leicht auf der Haut verteilen und haben einen angenehmen erfrischenden Effekt. 

Was hilft gegen Sonnenbrand?

7-Punkte-Plan: Was tun bei Sonnenbrand?

5. Sonnenbrand behandeln. Wann zum Arzt?

Bei einem großflächigen Sonnenbrand mit Bläschen, anhaltenden Schmerzen, Hautablösungen und Übelkeit sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Einen Sonnenbrand bei Babys oder Kleinkindern sollten Sie generell vom Arzt untersuchen lassen.

Was hilft gegen Sonnenbrand?

7-Punkte-Plan: Was tun bei Sonnenbrand?

6. Sonnen-Pause einlegen

Bis die Hautrötungen - und damit die akute Entzündung - nach ein paar Tagen abgeklungen ist, sollten Sie direkte Sinneneinstrahlungen ganz meiden. Halten Sie sich vornehmlich im Schatten auf und verwenden Sie zusätzlich eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Was hilft gegen Sonnenbrand?

7-Punkte-Plan: Was tun bei Sonnenbrand?

7. Fürs nächste Mal: Sonnenbrand vorbeugen

Vorsorge ist besser als Nachsorge: Verwenden Sie bei längeren Aufenthalten in der Sonne im Frühling wie im Sommer einen hauttypgerechten Sonnenschutz mit einem hohen bis sehr hohen LSF (30-50+).

Hilft Quark gegen Sonnenbrand?

Quark gegen Sonnenbrand ist ein oft genutztes Hausmittel. Auf die Haut aufgetragen hat er zwar einen kühlenden und somit positiven Effekt, bei sehr stark gereizter Haut besteht allerdings ein Infektionsrisiko durch Milchsäurebakterien. Daher ist Vorsicht geboten.

Welche Hausmittel helfen bei Sonnenbrand?

Wer keine After Sun Lotion zur Hand hat, kann einen Sonnenbrand mit Hausmitteln behandeln. Im Internet kursieren davon viele, doch nicht alle helfen wirklich – und können schlimmstenfalls sogar die Haut weiter schädigen.

Sonnenbrand-Hausmittel und mögliche Risiken im Überblick:

  • Kühlende Umschläge sind nach After-Sun-Produkten die erste Wahl bei Sonnenbrand-Hausmitteln. Sie sind schnell gemacht und effektiv. Tränken Sie Leinen- oder Baumwolltücher in nicht zu kaltem, sauberem Wasser und legen diese für etwa zwei Stunden auf die sonnenverbrannte Haut.
  • Kühlpacks bei Sonnenbrand sind mit äußerster Vorsicht anzuwenden. Legen Sie diese niemals direkt aus dem Eisfach auf die Haut. Vorher immer in ein Leinentuch wickeln – denn bei zu starker Kühlung kann sich die Reizung verschlimmern.
  • Weit verbreitet: Aloe vera gegen Sonnenbrand. Die Pflanze ist u. a. als Feuchtigkeitsspender bekannt, besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann dazu beitragen, dass die Haut abkühlt und sich schneller regeneriert. Tröpfeln Sie zur Anwendung etwas Pflanzensaft direkt auf die Haut oder verwenden Sie ein Gel.
  • Sonnenbrand mit Quark oder Joghurt behandeln  – wegen des kühlenden Effekts ebenfalls sehr gängig. Wichtig: Bei starkem Sonnenbrand und Blasen Finger weg, da Bakterien in Milchprodukten Infektionen auslösen können. Und lassen Sie den Quark oder Joghurt nicht trocknen – ansonsten wird das Entfernen schmerzhaft.
  • Schwarzer Tee bei Sonnenbrand kann wie andere Hausmittel die Symptome lindern. Dazu einen Teebeutel auf die Haut legen oder etwas Tee nach dem Abkühlen direkt auf die Haut tröpfeln.
  • Umschläge mit Apfelessig oder Zitrone gegen Sonnenbrand sind grundsätzlich eine weniger gute Idee. Zwar können auch diese beiden Hausmittel eine entzündungshemmende Wirkung haben. Doch die Gefahr besteht, dass die ohnehin strapazierte Haut durch die Säure noch stärker schmerzt.
     


Schleichender Prozess: wie entsteht ein Sonnenbrand?

Tagsüber am Strand war noch alles in Ordnung, abends rötet sich die Haut, brennt und juckt – ein Sonnenbrand erinnert daran, wie schädlich UV-Strahlung für die Gesundheit ist. Aber was genau passiert dabei eigentlich?

Sonnenbrand: Entstehung und Symptome

Trifft UV-Strahlung auf ungeschützte Haut, kommt es nach Überschreitung der Eigenschutzzeit zu einem Sonnenbrand. Hauptverantwortlich dafür sind UVB-Strahlen. Die energiereiche Strahlung schädigt die Oberhaut (Epidermis). Daraufhin werden Botenstoffe ausgeschüttet, die zu einer akuten Entzündungsreaktion führen. Mit der Folge, dass sich die Blutgefässe weiten und sich dadurch die Haut rötet.

Welche Symptome treten bei einem Sonnenbrand auf?

Bei Sonnenbrand unterscheidet man drei Schweregrade:

  • 1. Grad: Hautrötung, Spannungsgefühl, Schwellung, Juckreiz, Erwärmung der betroffenen Stellen und Brennen
  • 2. Grad: zusätzliche Blasenbildung und spätere Schälung der Haut
  • 3. Grad: extremer Sonnenbrand, infolge dessen es zu einer grossflächigen Zerstörung und teilweise zur Ablösung der Haut kommt

Sonnenbrände können mitunter von allgemeinem Unwohlsein begleitet sein. Kommen Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost hinzu, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Einen Sonnenbrand 2. oder 3. Grades gilt es in jedem Fall untersuchen zu lassen. Der Mediziner kann die akute Verbrennung medikamentös behandeln und so langfristige Schäden wie Narben vermeiden.

Schutz vor Sonnenbrand im Gesicht

Nasenrücken, Lippen, Augenpartie, Stirn und Wangen gehören zu den Sonnenterrassen und sind besonders anfällig für Sonnenbrand. Bester Schutz: eine Kopfbedeckung und Sonnencreme mit typgerechten Lichtschutzfaktor.

Unter der Haut: Spätfolgen eines Sonnenbrands

Wann machen sich die Symptome bemerkbar?

Wer etwas Kochendheisses berührt, verbrennt sich – und spürt die schmerzhaften Folgen meist sofort. Bei einem Sonnenbrand ist das anders. Zwar handelt es sich ebenfalls um eine Verbrennung (meist 1., seltener 2. Grades), die Entzündung der Haut breitet sich allerdings schleichend aus. Bis das Ausmass eines Sonnenbrands vollständig erkenn- und fühlbar ist, können bis zu 24 Stunden verstreichen.

Wie lange hält ein Sonnenbrand an?

In leichten Fällen verschwinden Symptome wie Rötungen und Schmerzen nach 3 Tagen. Allerdings kann es rund 2 Wochen dauern, bis sich die Haut regeneriert hat. In schweren Fällen kann der Heilungsprozess deutlich länger andauern.

Welche Folgen kann ein Sonnenbrand haben?

Auch wenn ein Sonnenbrand abgeklungen ist, kann ein Zuviel an UVA- und UVB-Strahlung die Entstehung von Langzeitschäden in der Haut begünstigen.
Sonnenbrand verursachende UVB-Strahlen dringen zwar nur bis zur ersten Hautschicht (Oberhaut) vor, sind aber sehr energiereich. Sie können das Erbgut direkt schädigen und im Laufe des Lebens Hautkrebs verursachen.

Die langwelligen UVA-Strahlen sind nicht direkt an der Sonnenbrand-Entstehung beteiligt, gelangen aber bis zur Lederhaut. Sie beschleunigen die natürliche Hautalterung, können Sonnenallergien auslösen und ebenfalls zur Entstehung von Hautkrebs beitragen.

Was hilft gegen Sonnenbrand?

Sonnenbrand schnell loswerden – geht das?

Die Liste der Mittel gegen Sonnenbrand ist lang. Dennoch gibt es keines, das zu einer schnellen Genesung verhilft. Deshalb: Lieber vorher an den richtigen Schutz denken – und alle Hautpartien mit einem UV-Filter ausstatten. Tipp: Beim Rücken kann eine helfende Hand nicht schaden.


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