So beugen Sie Sonnenallergie vor

Sonnenallergie vorbeugen: Die wichtigsten Tipps

So schützen Sie Ihre Haut vor allergischen Reaktionen Wärmendes Sonnenlicht hebt unsere Stimmung, strapaziert aber auch die Haut. UV-Strahlung kann neben Sonnenbrand auch allergische Reaktionen hervorrufen. So können Sie vorbeugen.

Was hilft gegen Sonnenallergie?

Wenn Sie einer Sonnenallergie vorbeugen wollen, sollten Sie Ihre Haut langsam an die Sonnenstrahlung gewöhnen. Verzichten Sie auf lange Sonnenbäder und schützen Sie sich auch im Schatten durch Sonnenschutzprodukte mit hohem Lichtschutzfaktor. Mit diesen Tipps bringen Sie Ihre Haut gesund durch den Sommer.

5 Tipps, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen

1. Sensitive Sonnencreme mit hohem LSF

Wollen Sie einer Sonnenallergie vorbeugen, sind Sonnenschutzprodukte unverzichtbar. Verwenden Sie am besten eine Sonnencreme speziell für sonnenempfindliche Haut, die auch vor Sonnenallergie schützt. Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte 30 oder höher betragen. Wichtig: Regelmässig nachcremen.

5 Tipps, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen

2. Langsam an die Sonne gewöhnen

Starten Sie behutsam in die Sonnensaison. Die Haut muss sich erst wieder an UV-Strahlen gewöhnen: 5 bis 10 Minuten am frühen Vor- oder späten Nachmittag genügen. Danach sollten Sie sich lieber in den Schatten setzen. Auch hier ist Sonnenschutz unerlässlich.

5 Tipps, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen

3. Mittagssonne meiden

Von 11 bis 15 Uhr scheint die Sonne besonders intensiv und die UV-Strahlung ist entsprechend erhöht. Meiden Sie in diesem Zeitraum die direkte Sonne, um einer Sonnenallergie vorzubeugen. Geniessen Sie die Sonne stattdessen am späten Nachmittag oder in den Abendstunden.

5 Tipps, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen

4. Schutz durch Kleidung

Textilien können einen Teil der UV-Strahlung von unserer Haut fernhalten. Faustregel: Je dunkler die Kleidung, desto effektiver der textile UV-Schutz. Kombinieren Sie für Ihren Sommerlook z. B. eine langärmelige Bluse mit einem breitkrempigen Hut, um auch Ihr Gesicht zu schützen.

5 Tipps, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen

5. Sonnenallergie: Was tun, wenn sie auftritt

Manchmal treten Symptome wie Juckreiz, Rötungen und Bläschen auf, obwohl Sie gut auf sich geachtet haben. Wenn das passiert, meiden Sie die Sonne komplett, bis die Hautirritationen weitgehend abgeklungen sind. Zum Vorbeugen künftig höheren Lichtschutzfaktor verwenden, z. B. LSF 50.

Fakten zu Sonnenallergie, Mallorca-Akne und Co.

Um einer Sonnenallergie vorzubeugen, ist es wichtig zu wissen, worum es sich dabei eigentlich genau handelt und welche weiteren Hautbeschwerden durch Sonnenstrahlung entstehen können.

Was genau bedeutet eigentlich Sonnenallergie?

Streng genommen gibt es die eine „Sonnenallergie“ gar nicht. Zumindest nicht für Mediziner. Denn tatsächlich können sich verschiedene Krankheiten hinter diesem Begriff verbergen, die jeweils durch Sonnenstrahlung ausgelöst werden. Ärzte bezeichnen das, was die meisten unter Lichtallergie oder Sonnenallergie verstehen, als polymorphe Lichtdermatose oder auch Sonnenekzem.

Daneben gibt es weitere Varianten von Hautbeschwerden, die unter Lichteinfluss entstehen. Darunter:

  • Mallorca-Akne: An Schultern, Gesicht, Dekolleté oder Armen bilden sich juckende Pickel. Ausgelöst wird die Mallorca-Akne durch die Kombination von Sonne und fetthaltigen Cremes. Betroffene sollten daher Sonnenschutz mit leichten Formulierungen verwenden.
  • Phototoxische Reaktion: Hier ist die Sonne zwar Auslöser, aber nicht Ursache der Hautbeschwerden. Bei dieser Form der Sonnenallergie reagieren Medikamente wie Antibiotika oder Präparate mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Johanniskrautextrakt mit dem Sonnenlicht. Bei empfindlichen Personen kann sogar der Kontakt mit bestimmten Wiesengräsern und dem Riesen Bärenklau (auch Herkuleskraut genannt) bei gleichzeitiger Sonnenbestrahlung heftige Reaktionen auslösen.
  • Sekundäre Lichtdermatosen: Autoimmunerkrankungen oder Stoffwechselstörungen können unter Lichteinfluss zu Hautproblemen führen.
Viele verwechseln zudem eine Sonnenallergie mit Hitzepickeln. Diese sind jedoch keine Folge von Sonnenstrahlung, sondern entstehen, wenn bei grosser Hitze die Schweissdrüsen verstopfen.

Frauen häufiger betroffen als Männer

Frauen leiden häufiger an polymorpher Lichtdermatose als Männer. Die Sonnenallergie tritt zudem vermehrt im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sowie bei eher blasser Haut auf.

Ursachen und Symptome für eine Sonnenallergie

Anhand welcher Symptome lässt sich erkennen, dass eine Sonnenallergie vorliegt? Erfahren Sie, welche Anzeichen harmlos sind, in welchen Fällen eine ärztliche Behandlung erforderlich ist – und was der Unterschied zwischen einer Sonnenallergie und einer Allergie gegen Sonnencreme ist.

Kann man auch allergisch gegen Sonnencreme sein?

Ja, genauso wie auf jedes andere Kosmetikprodukt kann die Haut auch auf Sonnencreme eine allergische Reaktion zeigen. Auf welche Bestandteile genau Betroffene allergisch reagieren, ist individuell verschieden. Das können etwa Emulgatoren, Parfüm oder UV-Filter sein, aber auch jeder andere Inhaltsstoff.

Im Vergleich zu anderen Kosmetikprodukten tritt eine Allergie gegen Sonnencreme häufiger auf. Hierfür sind jedoch nicht zwingend nur das Sonnenschutzprodukt an sich oder dessen Inhaltsstoffe verantwortlich. Vielmehr liegt dies daran, dass die Haut nach dem Auftragen oft dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Das Zusammenspiel von UV-Strahlung und Produkt kann das Auftreten allergischer Reaktionen begünstigen. Es kann etwa die oben beschriebene Mallorca-Akne auftreten.

Klassische Symptome sind Juckreiz und Rötungen. In schlimmeren Fällen können bei Hautkontakt auch Akne, Pickel oder Pusteln auftreten.

Sobald Sie eines oder mehrere dieser Symptome nach der Verwendung von Sonnencreme feststellen, sollten Sie unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen. Er kann Medikamente gegen die Symptome verschreiben und die genaue Ursache der allergischen Reaktion feststellen. Gegebenenfalls wird er Ihnen geeignete Sonnenschutz-Produkte (z. B. aus der Apotheke) empfehlen – sodass Ihre Haut trotz Sonnencreme-Allergie effektiv vor Sonnenbrand geschützt ist.

Trotz Allergie: Sonnenschutz nicht vergessen

Wer auf die Inhaltsstoffe von Sonnencreme allergisch reagiert, sollte keinesfalls auf einen UV-Schutz verzichten. Fragen Sie Ihren Arzt oder in der Apotheke nach geeigneten Sonnenschutzprodukten. Schützen Sie Ihre Haut zusätzlich mit Kleidung und suchen Sie regelmässig schattige Orte auf.

Sonnenallergie: Anzeichen und Behandlung

Typisch für die Sonnenallergie ist, dass sich die Beschwerden immer erst nach einer längeren Sonnenpause zeigen, wenn die Haut zum ersten Mal wieder UV-Strahlen ausgesetzt ist.

Besonders anfällig sind Hals, Gesicht, Arme, Handrücken, Beine und Gesicht. An diesen Stellen bildet sich nach wenigen Stunden bis Tagen ein juckender, rötlicher Hautausschlag. Auch Knötchen oder Bläschen können auftreten. Oft bessern sich die Beschwerden nach einiger Zeit, weil sich die Haut an die Sonne gewöhnt und nicht mehr so empfindlich auf das UV-Licht reagiert.

Bei einem schweren Verlauf ist ein Arztbesuch für die Behandlung einer Sonnenallergie ratsam. Möglicherweise hilft dann eine Phototherapie, bei der die Haut durch Bestrahlung mit UV-Licht desensibilisiert wird. Eine solche Gewöhnung sollte ausschliesslich von einem Experten durchgeführt werden, um das Risiko von Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung zu minimieren.

Ist die Sonnenallergie abgeklungen, kann künftig einen spezielle Sonnencreme für allergische Haut einem erneuten Auftreten der Symptome vorbeugen. Nutzen Sie am besten ein Sonnenschutzprodukt mit einem Hinweis wie etwa "Schützt bei Sonnenallergie".

Warum kommt es zu allergischen Reaktionen?

UV-Effekt

Wissenschaftler vermuten, dass UV-Strahlung Allergien im Körper verursachen kann. Dabei verändert das Sonnenlicht eigentlich unproblematische Substanzen, auf die dann das Immunsystem reagiert. Als Folge entzündet sich die Haut.

Warum kommt es zu allergischen Reaktionen?

Hauttyp als Ursache?

Zwar leiden hellhäutige Frauen ab 20 Jahren häufiger an polymorpher Lichtdermatose als andere. Trotzdem kann Sonnenallergie bei dunklen Typen ebenfalls auftreten. Auch Kinder sind betroffen.


Warum kommt es zu allergischen Reaktionen?

Vererbungssache

Sonnenallergie kann erblich bedingt sein. Neigen die Eltern zu allergischen Hautreaktionen, ist es wahrscheinlicher, dass diese auch irgendwann beim Nachwuchs auftreten.

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