Was hilft gegen Schuppen?

TIPPS BEI STRAPAZIERTER KOPFHAUT

Trockene, schuppige Kopfhaut juckt oft unangenehm. Dazu kommt ein Gefühl der Unsicherheit – spätestens, wenn Schüppchen sichtbar sind. Das muss nicht sein!

ALLGEMEINE URSACHEN: WARUM SCHUPPEN HAARE?

Es sind nicht die Haare, die sich schuppen, sondern die Kopfhaut – und das tut sie immer. Wenn aber ihr Regenerationsrhythmus oder die Talgproduktion aus dem Takt geraten, werden grössere Schuppen sichtbar.

Pflegen mit Vorsicht – die Kopfhaut ist sensibel

Zu heiss, zu oft, zu grob: Ein sanfter Umgang und schonende Pflege sind das A und O auf dem Weg zu gesunder Kopfhaut und schönem Haar.

Medizinische Definition: Was sind Schuppen auf dem Kopf?

Überall, wo Haut ist, sind auch Schuppen: Es handelt sich um abgestorbene Zellen, die neuer, frischer Haut Platz machen.

„Kopfschuppen“ sind dabei ein Sammelbegriff für alle Schuppungen im Bereich der Kopfhaut. Der medizinische Fachausdruck ist „Pityriasis simplex capillitii“. Eine einzelne Schuppe wird auch „Squama“ genannt.

Mögliche Gründe für Schuppenbildung

Schuppen lassen sich oft auf direkte Kopfhautprobleme zurückführen. Manchmal liegt die Ursache aber auch woanders, z. B.:

  • Genetische Veranlagung
  • Umwelteinflüsse, die sich negativ auf die Haut auswirken – beispielsweise UV-Strahlen, Hitze im Sommer oder Kälte im Winter
  • Hormonelle Veränderungen – z. B. in der Pubertät oder den Wechseljahren
  • Hoher und anhaltender Stresspegel
  • Unausgewogene Ernährung – z. B. mit zu viel Zucker oder einem zu hohem Alkoholkonsum

Wie entstehen Schuppen?

Warum schuppen Haare bzw. wieso entstehen Schuppen? Die Antwort:

  • Die Haut erneuert sich etwa alle 4 Wochen, die Hautzellen sterben an der Hautoberfläche ab.

  • Bei diesem Vorgang wird auch die Lipidschicht abgebaut, welche die Hornhautzellen wie Mörtel umgibt.

  • Normalerweise nehmen wir die Schüppchen gar nicht wahr. Erneuert sich die Kopfhaut jedoch schneller als üblich, kann der Körper den Mörtel nicht vollständig abbauen. 

  • Die Schüppchen bleiben aneinander hängen – und diese grösseren Zellverbände sind dann als Schuppen zu erkennen.

Wann gehen Schuppen weg?

Wann genau Sie die trockenen Hautschuppen los sind, lässt sich pauschal nicht beantworten. Eine spürbare Besserung sollte sich jedoch bereits nach ein paar Tagen einstellen, wenn Ihre Kopfhaut dabei ist, sich von den Strapazen zu erholen.

Warum bekommt man Schuppen?

Die Ursache für Schuppen liegt in einer zu schnellen Erneuerung der Haut. Normalerweise sind die abgestossenen Hornhautzellen mit dem blossen Auge kaum zu erkennen. Läuft der Prozess aber in höherem Tempo, haften die winzigen Partikel zusammen und werden als Schuppen sichtbar.

Welche Art von Schuppen habe ich?

Es gibt fettige Schuppen und trockene Schuppen. Sie unterscheiden sich in Farbe, Struktur und Lösbarkeit – und auch in ihren Ursachen. Entsprechend unterschiedlich sieht die Behandlung aus.

Fettige Schuppen: Symptome

Fettige Schuppen unterscheiden sich von trockenen sichtbar und entstehen vorwiegend bei einer fettigen Kopfhaut.

Anzeichen für fettige Schuppen:

  • Fettige Schuppen sind häufig grösser als trockene.
  • Sie sind ölig und meistens gelblich.
  • Die Schuppen sind schwer löslich, bleiben oft am Kopf oder in den Haaren kleben.
  • Auch bei fettigen Schuppen können Rötungen und Juckreiz auftreten.
  • Sie kommen häufiger bei Männern als bei Frauen vor.

Trockene Schuppen: Symptome

Trockene Schuppen sind die bekanntere Schuppenart. Sie sind zumeist auf eine trockene Kopfhaut zurückzuführen.

Anzeichen für trockene Schuppen:

  • Trockene Schuppen sind kleine weisse Ablagerungen auf der Kopfhaut.
  • Die abgestorbenen Hautzellen fallen oft vom Kopf aus den Haaren heraus.
  • Es kann zu Rötungen der Kopfhaut kommen – zumeist schon vor der Schuppenbildung.
  • Juckreiz ist eine weitere mögliche Begleiterscheinung.
  • Sie treten häufiger bei Frauen als bei Männern auf.


Trockene Schuppen: Ursachen & Hilfe

Jeder Mensch bildet tagtäglich Hautschuppen – das ist völlig normal. Nur manchmal gerät die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht, ist gereizt und trocken. Es kann zu einer übermässigen Schuppenbildung kommen. Doch es gibt Hilfsmittel!

Damit Sie sich nicht verstecken müssen

Trockene Schuppen treten vor allem im Herbst und Winter auf. Anstatt zur Mütze sollten Sie jedoch besser zu einer milden Pflege greifen, um die Kopfhaut auf schonende Weise bei der Regeneration zu unterstützen.

Massnahmen ergreifen: Was hilft gegen trockene Schuppen?

Doch was hilft gegen Schuppen? Wenn Sie trockene Kopfhaut haben und sich Haarschuppen bilden, sorgen diese Tipps für eine Linderung:

  • Bürsten Sie Ihre Haare schon vor dem Waschen, so lassen sich die Schuppen leichter herausspülen.
  • Duschen Sie nicht zu heiss, um Ihre Kopfhaut zu schonen.
  • Nutzen Sie zur täglichen Pflege ein feuchtigkeitsspendendes, mildes Shampoo für trockene Haare und Kopfhaut oder ein Anti-Schuppenshampoo.
  • Föhnen Sie Ihr Haar auf der Kaltstufe. Vermeiden Sie zu heisse Luft, denn die strapaziert Ihre Kopfhaut zusätzlich.
  • Reinigen Sie Kämme und Bürsten regelmässig mit Shampoo.
  • Verwenden Sie Stylingprodukte für empfindliche oder strapazierte Haare und vermeiden Sie austrocknende Inhaltsstoffe wie Alkohol. Im Idealfall verzichten Sie vorübergehend sogar ganz auf Haarspray und Co.

Gibt es Hausmittel gegen trockene Schuppen?

Ebenfalls können Hausmittel zu einer Besserung der Symptome bei schuppiger, trockener Kopfhaut führen. Allerdings reagiert jeder Körper unterschiedlich darauf, sodass die Wirkung nicht immer gleich ist.

Verbreitete Hausmittel zum Einmassieren in die Kopfhaut sind u. a.:

  • Olivenöl, Kokosöl oder Teebaumöl: Die natürlichen Öle können über Nacht auf der Kopfhaut bleiben.
  • Backpulver als natürliches Peeling: Lassen Sie es 1 - 2 Minuten einwirken und spülen Sie es anschliessend mit lauwarmem Wasser gründlich aus.
  • Naturjoghurt sollte 10 bis 15 Minuten einwirken. Danach Haare mit einem milden Pflege-Shampoo waschen.
  • Aloe Vera: Am besten in Gel-Form vor dem Schlafengehen auftragen.
  • Apfelessig: Mischen Sie ihn 1:1 mit Wasser. Lassen Sie ihn 10 bis 15 Minuten einwirken. Anschliessend mit reichlich Wasser ausspülen.

Trockene Kopfhaut? Öl-Kur über Nacht einwirken lassen!

Wenn die Kopfhaut sehr trocken ist, abends mit einer Pipette ein paar Tropfen Oliven- oder Kokosöl auf der Kopfhaut verteilen, über Nacht einwirken lassen und morgens mit einem milden Shampoo auswaschen. Das wirkt rückfettend und pflegt das Haar.


Fettige Schuppen: Ursachen & Hilfe

Bürsten-Hygiene hilft der Kopfhaut

Bei fettiger Kopfhaut lassen sich Schuppen nicht so leicht von Haut und Haaren lösen. Gründliches Ausbürsten ist jedoch besonders wichtig, denn: Bleiben sie an Ort und Stelle, fördert das die Neubildung von Schuppen. Um die Kopfhaut nicht zusätzlich zu belasten, sollten Sie Bürsten und Kämme ausserdem regelmässig von Haarpflege- und Stylingprodukten befreien.

Die Ursache von fettigen Schuppen

  • Wie bei trockenen Schuppen liegt auch bei fettigen Schuppen eine Störung der Hautflora vor.
  • Die Hauptursache ist aber nicht ein fehlender Lipidfilm, sondern eine Überproduktion der Talgdrüsen.
  • Fettige Schuppen speichern gewissermassen den Talg, der einem Hefepilz als Nahrung dient. Er ist eigentlich ein natürlicher Teil der Hautflora.
  • Vermehrt sich der Pilz sich jedoch aufgrund des Überangebots an Nahrung besonders stark, sondert er Stoffwechselprodukte ab, die Entzündungsprozesse auf der Kopfhaut auslösen können.
  • Ein Kreislauf beginnt: Die Mikro-Entzündungen stören wiederum die natürliche Hautbarriere, was das Wachstum des Hefepilzes und die Bildung von neuen Schuppen zusätzlich begünstigt.

Fettige Kopfhaut: Was hilft gegen Schuppen?

Wenn Sie unter fettigen Schuppen leiden, sollten Sie ein Anti-Schuppen-Shampoo verwenden. Das wirkt sich gleich in mehrfacher Hinsicht positiv auf Haar und Kopfhaut aus: 

  • Es löst Schuppen von der Kopfhaut und den Haaren.
  • Das Shampoo hilft dabei, überschüssiges Fett und Talg auszuspülen.
  • Viele Anti-Schuppen-Shampoos enthalten ein pilzhemmendes Mittel.

Achten Sie bei der Anwendung auf die genauen Hinweise des jeweiligen Shampoos – normalerweise sind diese wegen der Inhaltsstoffe nicht für den täglichen Einsatz gedacht und sollten oftmals nur 2 oder 3 Tage in der Woche genutzt werden. 

Bei besonders hartnäckiger und intensiver Schuppenbildung bitten Sie Ihren Hautarzt um eine Produktempfehlung.

Wann wirkt Anti-Schuppen-Shampoo?

Anti-Schuppen-Shampoos wirken üblicherweise nur gegen fettige Schuppen. Sie enthalten Stoffe, die dazu beitragen, die Hautflora auf dem Kopf wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das merkt man in der Regel schon nach 2 bis 3 Wochen.

Keine Besserung in Sicht? Das muss nicht sein

Schuppen sind kein Grund zur Panik. Sie sind aber auch nichts, womit Sie sich abfinden müssen. Wenn ein Anti-Schuppen-Shampoo keine Linderung bringt, hilft ein Besuch beim Hautarzt. Dann können Sie sich schon bald wieder über einen sauberen Scheitel freuen.

Extreme Schuppen: Ab wann zum Arzt?

Wenn Sie trotz passender Pflege auch nach Wochen keine Verbesserung feststellen, ist es Zeit, Hilfe bei Ihrem Arzt zu suchen. Denn die Schuppen können ein Indiz für eine Hauterkrankung sein – wie etwa:

  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis
  • Pilzinfektion
Diese Erkrankungen erfordern eine andere Behandlung als Schuppen, die lediglich ein ästhetisches Problem sind.

Besonders aufmerksam sollten Sie sein, wenn Ihre Kopfhaut zusätzlich gerötet ist und Sie verstärkten Juckreiz verspüren.

Welcher Arzt hilft bei Schuppen?

Für alle Probleme rund um Haut und Haar ist ein niedergelassener Dermatologe (Hautarzt) der richtige Ansprechpartner. In den meisten Fällen kann aber auch der Hausarzt schon weiterhelfen.

Manche Universitätskliniken bieten sogenannte Haarsprechstunden an. Die sind allerdings für besonders komplizierte Fälle gedacht und haben mehrere Monate Wartezeit für einen Termin.


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