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Intimwaschlotion & Co: Welches Produkt passt zu mir?

Die wichtigsten Informationen und Tipps zur Anwendung

Die richtige Intimhygiene schafft ein frisches und sauberes Gefühl. Doch wie funktionieren Intimwaschlotionen, Intimpflegetücher oder Vaginalduschen? Wir verraten, wie Sie den empfindlichen Intimbereich reinigen.

Intimhygiene: Warum überhaupt und was gilt es zu beachten?

Die Reinigung der sensiblen Zone schenkt ein gepflegtes, frisches Gefühl und unterstützt die Schutzfunktion der Vaginalflora. Aber muss es wirklich ein spezielles Reinigungsprodukt für den Intimbereich sein?

Hauptsache mild: Die richtige Intimreinigung

Unser Intimbereich verfügt über ein ausgeklügeltes Schutzsystem. Denn dank Millionen von Milchsäurebakterien ist das Milieu der Scheide so sauer (pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5), dass Krankheitserreger keine Chance haben.

Mit der richtigen Intimhygiene können Sie diese natürliche Funktion der Scheidenflora unterstützen. Verwenden Sie zur täglichen Reinigung des Intimbereichs eine milde Waschlotion, die gynäkologisch und dermatologisch getestet wurde.

Nach Bedarf können Sie die Intimwaschlotion auch mehrmals täglich anwenden, z. B.

… während Ihrer Periode.

… vor, während und nach einer Schwangerschaft.

… nach Einnahme eines Antibiotikums.

… wenn Sie das Gefühl haben, dass die Scheide unangenehm riecht.

Intimwaschlotionen sollten zweierlei leisten:

  • Die empfindliche Intimzone reinigen
  • Die wichtige Vaginalflora erhalten

Was unterscheidet eine Intimwaschlotion von Duschgel & Co.?

Seifen und Duschgele haben in der Regel einen anderen pH-Wert und sind mit Duftstoffen versetzt. Für den Säureschutzmantel des Intimbereichs können sie daher zu intensiv sein und die Vaginalflora stören. Verwenden Sie deswegen besser eine spezielle Intimwaschlotion mit milden Inhaltsstoffen.

Saubere Sache: Tipp für Ihre Intimhygiene

Zur Intimreinigung benutzen Sie am besten Ihre Hände. Wenn Sie einen Waschlappen bevorzugen, verwenden Sie für jede Reinigung einen neuen Lappen und waschen Sie ihn anschliessend bei 60 Grad. Dadurch vermeiden Sie, dass sich Krankheitserreger ansammeln.

6 Anwendungstipps für die sanfte Reinigung mit Intimwaschlotion

  1. Verwenden Sie lauwarmes Wasser und eine milde Intimwaschlotion. Die darin enthaltene Milchsäure unterstützt das saure Milieu der Vaginalflora und ermöglicht eine besonders sanfte Reinigung.
  2. Geben Sie eine kleine Menge der Waschlotion in die Handflächen und verteilen Sie das Produkt auf dem äusseren Intimbereich. Das ist wichtig, denn Intimwaschlotionen sind nicht zur inneren Anwendung.
  3. Reinigen Sie von der Scheide zum After. Dadurch verhindern Sie, dass Darmbakterien in den Genitalbereich gelangen.
  4. Richten Sie den Duschstrahl nicht direkt in den Vaginalbereich. Es könnten Keime eindringen.
  5. Gründlich abspülen und anschliessend mit einem Handtuch abtrocknen. Ein feuchtes Milieu begünstigt Infektionen. Deswegen ist es wichtig, dass Sie den empfindlichen Intimbereich gründlich abtupfen. Starkes Scheuern oder Reiben ist jedoch nicht nötig.
  6. Waschen Sie die Scheide bestenfalls nur einmal pro Tag. Denn wer es übertreibt, bringt die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht.

Eine praktische Alternative: Intimpflegetücher

Intimpflegetücher sorgen für ein frisches Gefühl den ganzen Tag. Sie ermöglichen eine schonende Reinigung auf die Schnelle und sind perfekt für unterwegs. Wie Intimwaschlotionen sind auch Intimpflegetücher mit Milchsäurebakterien angereichert, um den pH-Wert der Haut zu erhalten.

Frisch und sorgenfrei durch den Tag

Die richtige Reinigungs- und Pflegeroutine schenkt Ihnen ein befreites Gefühl. Auch die Wahl der Wäsche spielt dabei eine wichtige Rolle: So bewahren z. B. bequeme Slips aus atmungsaktiven Naturmaterialien vor Hautreizungen im Intimbereich.

Spezialpflege für den Intimbereich: Vaginaldusche und Milchsäurekur

Neben Intimwaschlotion und Intimpflegetüchern gibt es spezielle Methoden für die Reinigung des Intimbereichs. Welche das sind und wann sie zum Einsatz kommen, lesen Sie hier.

Medizinische Reinigung mit Intimdusche

Bei der Vaginaldusche handelt es sich um eine Plastikflasche mit einem flexiblen Applikator. Anders als eine Intimwaschlotion wird diese Form innerlich angewendet.

So funktioniert es: In der Flasche befindet sich Wasser oder eine milde Spüllösung. Damit werden Keime von innen aus der Vagina geschwemmt.

Wichtig: Die Scheidenspülung kommt im Falle bakterieller Infektionen zum Einsatz. Für die tägliche Anwendung ist sie nicht zu empfehlen. Lassen Sie sich zur Vaginaldusche am besten von Ihrem Gynäkologen oder Apotheker beraten.

Milchsäurekur für eine gesunde Vaginalflora

Eine Milchsäurekur dient dem Zweck, den Säureschutzmantel des Intimbereichs wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dabei wird die Scheidenflora über einen kurzen Zeitraum mit Milchsäurebakterien in Form von Tabletten, Zäpfchen oder Gel gestärkt.

Eine Milchsäurekur ist besonders zu empfehlen …

bei wiederkehrenden Pilzinfektionen.

… bei Ausfluss, unangenehmem Scheidengeruch, Juckreiz oder Brennen des Intimbereichs.

… nach einer Antiobiotika-Kur, wenn der pH-Wert des Intimbereichs verändert ist.

Lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Frauenarzt beraten. Er wird Ihnen die passende Behandlungsmethode verschreiben.

Wie oft ist ein Besuch beim Frauenarzt nötig?

Vereinbaren Sie mindestens einmal jährlich einen Termin bei Ihrem Gynäkologen, um Erkrankungen auszuschliessen. Wer ein Brennen verspürt oder unangenehmen Scheidengeruch bemerkt, sollte unabhängig von den regelmässigen Untersuchungen seinen Frauenarzt aufsuchen.

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