Beim Rasieren geschnitten: Was hilft?

Rasur nicht glattgegangen? Tipps für Schnittverletzungen Einmal nicht aufgepasst und schon geschnitten: Kleine Ausrutscher beim Rasieren können schon mal passieren. Was du sofort tun kannst und wie es zukünftig wieder glattgeht, erfährst du hier.

Erste Hilfe für kleine Schnittwunden

Autsch, das ging daneben. Rasierschnitte kennst du bestimmt – aber weisst du auch, wie du sie am besten versorgst?

Schnell, dreh den Wasserhahn auf!

Du hast dich beim Rasieren geschnitten? Dann spritz dir schnell kaltes Wasser ins Gesicht. Durch die Kälte ziehen sich die Gefässe zusammen, die Blutung stoppt schneller, gleichzeitig sorgst du so für eine saubere Wunde. After Shave desinfiziert die Haut zusätzlich. Aber Vorsicht: Das kann etwas brennen!

Das hilft noch, wenn du dich beim Rasieren geschnitten hast

Sollte der Schnitt nach der kleinen Abkühlung weiter bluten:

  • Lege Papierschnipsel auf die Wunde: Taschentücher und Toilettenpapier versiegeln die Schnittverletzung. Ein Stück abreissen und auf die Wunde drücken, das war‘s. Ist das Blut geronnen, kannst du den Schnipsel wieder abziehen.
  • Ganz schnell zum Alaunstift oder Alaunblock greifen: Dank des enthaltenen Kaliumalauns zieht sich das Gewebe zusammen und die Blutung stoppt. Auch Bakterien hältst du so in Zaum, wodurch seltener Entzündungen entstehen.
  • Benutze einen farblosen Lippenpflegestift! Ja, richtig gelesen. Ähnlich wie ein Wachssiegel verschliesst der reichhaltige Balsam kleine Schnitte sofort.

Blutet es nicht mehr, kann die Wunde an der Luft trocknen. Ein Pflaster brauchst du also nicht. Aber creme dein Gesicht am besten erst am nächsten Tag ein – zum Beispiel mit einem milden Produkt.

 

Darüber hinaus wichtig:

  • Keine Watte verwenden. Die feinen Fasern könnten sich in der Wunde verfangen und die Heilung verzögern.
  • Nicht alles ausprobieren. Wenn die Schnittwunde grösser ist, Finger weg von Hausmitteln und zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.


So geht's beim nächsten Mal glatt

Beim Rasieren geschnitten – das kann passieren. Muss es aber nicht, wenn Rasurvorbereitung und Technik stimmen.

Schnellcheck: So vermeidest du Schnittwunden beim Rasieren

1. Ist das Werkzeug gut in Schuss?

Mit der passenden Ausstattung steht einer reibungslosen Rasur nichts im Weg. Schau genau, ob die Klingen sauber und scharf sind – wenn der Rasierer z. B. mehrere Tage herumlag, könnte sich Rost gebildet haben. Zudem empfehlen sich Systemrasierer, denn ein beweglicher Rasierkopf und mehrere Klingen-Reihen schützen vor Schnitten.

Schnellcheck: So vermeidest du Schnittwunden beim Rasieren

2. Hast du deinen Bart gestutzt?

Deine Stoppeln sind schon mehr als 3 Tage alt oder du trägst einen Vollbart? Dann kürze deinen Bart mit einem Elektrorasierer oder Trimmer, bevor du nass rasierst. So verhaken sich Barthaare seltener in den Klingen und du hast freie Bahn.

Schnellcheck: So vermeidest du Schnittwunden beim Rasieren

3. Bist du gut vorbereitet?

Vor der Rasur solltest du deine Barthaare für einige Minuten mit Rasierschaum, -gel oder -creme einweichen. Dann gleiten die Klingen beinahe über die Haut, sodass es seltener zu Schnitten und Hautreizungen kommt.

Schnellcheck: So vermeidest du Schnittwunden beim Rasieren

4. Führst du den Rasierer richtig?

Rasiere dich mit dem Strich, also mit der Haarwuchsrichtung. So wird die Rasur zwar nicht super glatt, aber du verletzt dich nicht so schnell. Du gehst das Ganze lieber gegen den Strich an? Dann hilft es, wenn du in kurzen Zügen rasierst, nur leichten Druck ausübst und die Haut straff hältst.

Schnellcheck: So vermeidest du Schnittwunden beim Rasieren

5. Nimmst du dir genügend Zeit?

Wer schnell arbeitet, patzt meist auch schneller. Vor allem für die Nassrasur brauchst du Ruhe. Wenn dein Morgen hektisch ist, bietet sich zum Beispiel eher der Abend an. Such dir einen ruhigen Moment, mach langsam und freu dich auf das perfekte Ergebnis.