Tattoo-Pflege: Tipps zur Nachsorge nach dem Stechen

Hygiene, Creme und Co.: Worauf Sie jetzt achten sollten
Frische Tätowierungen brauchen besondere Aufmerksamkeit, damit sie schnell abheilen und nicht verblassen. Wir verraten Ihnen, worauf es bei der Tattoo-Pflege kurzfristig und langfristig ankommt.

Richtige Tattoo-Pflege: So unterstützen Sie die Heilung

Mit einem frischen Tattoo gibt es einiges, auf das Sie achten sollten. Lesen Sie hier, worauf es bei der Tattopflege nach dem Stechen und in den ersten Tagen und Wochen danach ankommt.

Stechen, Pflege, Heilung: Die richtige Nachsorge frischer Tattoos

Ein Tattoo hinterlässt Spuren – und zwar nicht nur sichtbare. Die tätowierte Hautpartie braucht ein Leben lang besondere Zuwendung. Sie bleibt empfindlicher, vor allem gegenüber Sonnenlicht.

Pflegeanleitung: Wie gehe ich mit frischen Tätowierungen um?

Motive in die Haut zeichnen – das bedeutet auch, der Haut viele kleine Verletzungen zuzufügen. Denn: Beim Tätowieren dringt eine feine mit Farbe benetzte Nadel bis zu 10.000 Mal pro Minute in die zweite Hautschicht, die Dermis. Diese Tiefe ist notwendig, damit sich die Farbpigmente nicht nach und nach durch die natürlichen Erneuerungsprozesse der obersten Hautschicht abtragen – sondern lange sichtbar bleiben.

Damit die dabei entstehenden Stiche gut abheilen, keine Infektionen und Narben entstehen, ist zunächst ein professionelles Vorgehen des Tätowierers gefragt. Sticht er beispielsweise zu tief, können die Konturen ungewollt verlaufen. Ein derartiges Verschwimmen der Farbe vom Tattoo wird Blowout genannt. Unerlässlich ist aber auch die Wundpflege nach dem Tätowieren. Eine optimale Tattoo-Pflege kann den Heilungsprozess beschleunigen und dazu beitragen, dass selbst feinste Linien gestochen scharf bleiben – auch Jahre später.


Wählen Sie den Zeitpunkt für ein Tattoo mit Bedacht

Ideale Jahreszeiten für einen Tattoo-Termin sind Herbst und Winter. Der Grund: Mit einem frisch gestochenen Tattoo sollten Sie Sonne für bis zu 12 Wochen meiden. Auch ein Bad im Meer oder Pool ist mit neuem Tattoo tabu. Denn Salz- und Chlorwasser können die Wunde reizen und die Heilung hinauszögern.

Von einem Badeurlaub im Anschluss an den Besuch im Tattoo-Studio ist also eher abzuraten. Entspannen sollten Sie aber schon: Nehmen Sie sich für den Tag nach dem Tätowieren bestenfalls nichts Anstrengendes vor und planen Sie Zeit zum Erholen ein, um die frische Wunde zu schonen.

Tattoo: Pflege danach für langanhaltend scharfe Konturen

Ist das Tattoo abgeheilt, können Sie die Hautpartie genau wie Ihren restlichen Körper mit einer Body Lotion oder Creme verwöhnen. Schöner Nebeneffekt: Wenn die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt ist, wirken schwarze Tattoos dunkler und bunte Farben intensiver.

Frische Tattoos: Pflegehinweise für den Alltag

Direkt nach dem Stechen ist Tattoo-Pflege besonders wichtig. Um Verschmutzungen mit Keimen zu vermeiden, desinfiziert der Tätowierer die Hautstelle und deckt sie mit transparenter Folie ab. Den Schutz sollten Sie nach 6-8 Stunden wieder entfernen, um Luft an die verletzte Hautpartie zu lassen.

Danach sollte die Haut mindestens zweimal täglich gereinigt und eingecremt werden. So können sich kaum Krusten bilden und das Risiko für Narben sinkt. Waschen Sie dazu die Wunde mit lauwarmem Wasser und pH-neutraler Seife. Tupfen Sie die betroffene Stelle nun vorsichtig mit einem Handtuch aus möglichst weichem, fusselfreiem Material ab. Tragen Sie anschliessend eine dünne Schicht Wund- und Heilsalbe aus der Apotheke auf.

Wie lange sollte ich mein Tattoo mit Vorsicht behandeln?

Je nachdem, wie gross Ihr Tattoo ist, beträgt die Heilungsdauer zwischen drei Wochen und drei Monaten. In dieser Phase sollten Sie die intensive Pflegeroutine aus Reinigen und Eincremen beibehalten, um die Heilung bestmöglich zu unterstützen. Wichtig: Wenn Sie Hautveränderungen wie starke oder langanhaltende Schwellungen und Verfärbungen bemerken, suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf.

Tipps für den optimalen Sonnenschutz von Tattoos

Tätowierte Haut ist besonders sonnenempfindlich – das gilt für die Zeit kurz nach dem Besuch im Tattoo-Studio und auch noch Jahre später. Intensiver Schutz vor UV-Licht ist daher sehr wichtig.

Tätowierte Haut ist besonders schutzbedürftig

Verzichten Sie mit frischen Tätowierungen lieber darauf, baden zu gehen egal, ob im See oder in der Badewanne: Langer Wasserkontakt kann die Haut aufweichen und den Heilungsprozess behindern.

Richtiger Sonnenschutz: Tattoo-Pflege im Sommer

  • Dass die Haut während der Heilung juckt, ist ganz normal. Kratzen sollten Sie aber möglichst vermeiden, sonst könnten Narben entstehen.
  • Durch Berührung können Sie Keime auf die Wunde übertragen. Lassen Sie also möglichst die Finger von Ihrem neuen Tattoo. Tipp: Desinfizieren Sie die Hände, bevor Sie frische Salbe auftragen.
  • Um zu verhindern, dass Fussel in die frische Wunde gelangen, können Sie das Tattoo in den ersten Nächten mit Folie abdecken. Wichtig: Die Folie sollte nicht zu straff sitzen, um starkes Schwitzen zu vermeiden. 
  • Nach ca. 3 Tagen bildet sich eine dünne, hauteigene Schutzschicht. Die Tätowierung vor dem Zubettgehen einzucremen, bleibt dennoch wichtig – damit sich möglichst wenig Wundschorf bildet.
  • Langes Baden kann die Haut aufweichen und die Wundheilung behindern. Duschen mit Tattoo ist dagegen kein Problem – sofern Sie zu einem milden Duschgel für empfindliche Haut oder pH-neutraler Seife greifen.
  • Vom Rubbeln mit dem Handtuch oder Peelings sollten Sie bei frisch tätowierten Körperpartien erst einmal absehen.
  • Zu enge Kleidung oder rauer Stoff kann am frischen Tattoo reiben und den Heilungsprozess hinauszögern. Auch auf Wolle sollten Sie in der Heilungsphase verzichten. Locker-luftige Outfits und glatte Materialien sind die richtige Wahl.
  • Sport mit frischem Tattoo? Legen Sie lieber für ein bis zwei Wochen eine Trainingspause ein. Die Haut braucht Ruhe, um sich zu regenerieren. Zugbewegungen, enge Sportkleidung und Schweiss wären dabei hinderlich.

Das geht unter die Haut: Infos und Tipps zum Stechen von Tattoos

Die Nachbehandlung einer Tätowierung ist entscheidend, bringt aber wenig, wenn schon beim Stechen etwas schiefgegangen ist. Wählen Sie daher ein professionelles Tattoo-Studio mit guter Beratung und machen Sie sich auch Gedanken über den Zeitpunkt.

Körperschmuck für die Ewigkeit

Schützen Sie Tätowierungen gezielt vor UV-Strahlung – nicht nur am Strand, sondern auch im Alltag. Am besten verwenden Sie täglich einen sehr hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+), um die Farbintensität und Konturenschärfe zu erhalten.

Wählen Sie den Zeitpunkt für ein Tattoo mit Bedacht

Egal, ob gross oder klein: Sie sollten Ihr Tattoo stets vor Sonneneinstrahlung schützen. Kommt UV-Licht an die frisch tätowierte Haut, können leicht Entzündungen oder Allergien entstehen. Darum ist es wichtig, starke Sonneneinstrahlung nach dem Tätowieren bis zu sechs Wochen lang komplett zu vermeiden.

Sollten Sie sich dennoch länger draussen bei Sonnenschein aufhalten, schützen Sie sich unbedingt mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Auch wenn Sie von Natur aus ein eher dunklerer Hauttyp sind, wählen Sie für Ihr Tattoo am besten eine Sonnencreme oder ein Sonnenspray mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+).

Beachten Sie auch, dass die behandelte Hautpartie noch Jahre später besonders anfällig für Sonnenbrand bleibt. Hinzukommt, dass UV-Licht Ihr Tattoo verblassen lässt. Wird der Körperschmuck ungeschützt der Sonne ausgesetzt, verliert er an Farbfrische und sieht schneller verwaschen aus. Der Grund: UV-Strahlung kann die eintätowierten Farbpigmente zerstören.

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