Wellness-Urlaub für die Haut: von Ayurveda bis Thalasso

ERHOLUNG FÜR KÖRPER UND SEELE

Wellness-Anwendungen lindern Stress und sorgen für Entspannung. Fühlen wir uns wohl, profitiert davon auch unsere Haut. Diese Tipps fördern ein strahlendes Aussehen.

Die schönsten Wellness-Urlaubsreisen

Warme Ölmassagen in Indien oder Wassertreten im Allgäu – all das wirkt entspannend auf Körper und Geist und dient so auch der Schönheit der Haut. Wer einen Wellness-Urlaub plant, findet die unterschiedlichsten Angebote. Erfahren Sie, was es mit Ayurveda, Kneipp und Thalasso auf sich hat.

Entspannung und Entgiftung durch sanfte Ölmassagen

Keine Ayurvedakur kommt ohne Öl aus – ob beim Stirnguss, der Gesichts- oder Rückenmassage. Nach der fernöstlichen Gesundheitslehre werden über Ölmassagen mit Sesam- oder Kokosöl Gifte aus der Haut ausgeschieden.

Ayurveda: Medizin und Wellness aus Indien

Noch heute gilt Ayurveda in Indien, Sri Lanka und Nepal als ganzheitliche Medizin, die einer strengen Typenlehre („Doshas“) folgt. Hiernach werden Menschen zum Beispiel nach Körperbau, Körpertemperatur und Gewicht beurteilt. In Europa haben sich vor allem sanfte Wellness-Anwendungen wie Massagen und Stirngüsse sowie Yoga durchgesetzt.

Ayurveda im Wellness-Urlaub:

  • Sanfte Ölmassagen sollen entgiften und entspannen. Häufig werden diese als Synchronmassagen („Abhyanga“) durchgeführt, das heisst, zwei Therapeuten massieren gleichzeitig.
  • Beim Stirnguss träufelt zwischen 30-60 Minuten ein dünner Ölfaden kontinuierlich auf die Stirn. Das Öl wird so bewegt, dass es in waagerechten Linien über die Stirn läuft.
  • Stempelkissenmassage: Erwärmte und mit Kräutern oder Kokos gefüllte Reispäckchen werden kreisend oder ziehend über den Körper bewegt.
  • Gesichtsmassage: Eine Ölmassage soll eine schöne Haut und glatte Gesichtszüge unterstützen – teilweise auch in Kombination mit Reisstempeln.
  • Yoga: Ergänzend zu Massagen und anderen Anwendungen bieten Ayurveda-Hotels auch Yoga-Kurse an. Die indische Bewegungslehre soll nicht nur für Muskel- und Hautspannung sorgen, sondern den ganzen Körper und die Psyche in Balance bringen.

 

Wo? Indien und Sri Lanka gelten als Ursprung des Ayurveda. Dort finden Gäste authentische Ayurvedakuren, wie sie schon vor Jahrhunderten durchgeführt wurden. Wellness-Reisen mit Ayurveda-Schwerpunkt können Sie aber auch zu Reisezielen auf der ganzen Welt buchen.

Kalte Güsse: Wellness-Anwendungen für Unerschrockene

Das Wassertreten gehört zu den wohl bekanntesten Anwendungen der Kneipp-Kur.

Kneipp-Kur aus dem Allgäu

Vor mehr als 150 Jahren entwickelte der Pfarrer Sebastian Kneipp ein Heilverfahren, das zu grossen Teilen auf der Anwendung von Wasser beruht. Inzwischen beweisen zahlreiche Studien die Wirksamkeit dieser Gesundheitsanwendungen. Eine Kneipptherapie kann Herz-Kreislauf-Beschwerden bessern, leistungssteigernd wirken und die Genesung nach einer Krankheit fördern. Darüber hinaus können die thermischen Anwendungen einen straffenden Effekt auf die Haut haben, da die unterschiedlichen Reize die Durchblutung anregen.

Kneipp-Kur im Wellness-Urlaub:

  • Eiskalte Güsse zum Beispiel auf die Waden oder in das Gesicht fördern die Durchblutung der Haut und wirken erfrischend.
  • Unter professioneller Anleitung angewendete Quarkauflagen sollen gegen Beschwerden durch Krampfadern helfen und unter bestimmten Voraussetzungen entzündliche Haut lindern, zum Beispiel bei Neurodermitis.
  • Körperbürstenmassagen sollen die Entgiftung über die Haut anregen, die Durchblutung fördern und das Hautbild verschönern.
  • Wassertreten im eiskalten Becken aktiviert die Funktion der Venen, erfrischt und vitalisiert den ganzen Körper.
  • Barfussparcours: Beim Barfusslaufen über unterschiedliche Untergründe aktiviert der Boden die Fussreflexzonen.

Wo? Pfarrer Kneipp lebte im Allgäu. Wer also auf den Pfaden des Erfinders der Kneipp-Kur wandern möchte, ist dort am besten aufgehoben.

Durchatmen an der Küste

Wir wollen Meer! Schon in der Antike vertrauten die Menschen der Heilkraft von Wind und Wasser. Mittlerweile ist die positive Wirkung bei Beschwerden wie Erschöpfungszuständen oder Rheuma bestätigt.

Thalasso: Die Kraft des Meeres

Thalasso ist dem griechischen Wort für Meer („thálassa“) entlehnt. Das erste Thalasso-Spa der Welt wurde in den 1960er-Jahren in Frankreich gegründet. Seitdem ist aus der ursprünglichen Gesundheitsanwendung ein Wellness- und Beautyboom entstanden. Fast jedes Hotel oder Spa in Küstennähe bietet Meerwasseranwendungen, Salzmassagen oder Schlickpackungen an.

Thalasso im Wellness-Urlaub:

  • Schlick- und Algenpackungen sollen die Haut entgiften und für eine Verbesserung der Hautoberfläche sorgen.
  • Salzmassagen können eine straffe, schöne Haut unterstützen.
  • Peelings mit Salz und Algen sollen ein feineres, klares Hautbild fördern.
  • Meerwasserdruckstrahlmassagen, bei denen ein harter Wasserstrahl auf den Körper gerichtet wird, sollen das Gewebe festigen und den Stoffwechsel anregen.

Wo? Die originalen Thalassotherapien gibt es nur in unmittelbarer Meeresnähe, da das sogenannte Reizklima an der Küste essentieller Bestandteil ist. Dieses Klima kann u. a. die Immunreaktion der Haut aktivieren und Heilungsprozesse positiv beeinflussen. Eine starke Brandung verstärkt den Thalasso-Effekt, da sie Aerosole (Salzwassertröpfchen in der Luft) freisetzt. Ideal: Frankreich an der Atlantikküste, Teile Portugals oder die Nordsee.


Die schönsten Wellness-Anwendungen

Sie wollen sich eine Auszeit gönnen und dabei etwas für Ihre Schönheit tun? Häufig können Sie Ayurveda und Thalasso mit entspannenden Einzelanwendungen kombinieren. Lassen Sie sich von unseren Tipps für Ihren nächsten Wellness-Urlaub inspirieren.

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Schoko-Massage: duftende Behandlung für zarte Haut

Kakao enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Polyphenole. Die Pflanzenfarbstoffe dienen als Radikalfänger und können die Haut bei Wellness-Anwendungen wie Massagen, Bädern oder Masken pflegen. Toller Nebeneffekt: Der Schokoduft lässt unseren Körper Glückshormone ausschütten.

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Floating: völlig losgelöst

Beim Floating schwebt der Körper in einem Becken oder Tank mit Salzsole ähnlich wie im Toten Meer. Das entspannt vor allem die Muskulatur, hat aber auch einen positiven Effekt auf die Haut. Die Mineralien aus dem Salz können einem Austrocknen der Haut entgegenwirken.

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Aromatherapie: duftende Wirkung

Bei der Aromatherapie dreht sich alles um wohlriechende Öle – entweder werden diese in verdünnter Form einmassiert oder per Dampf über die Atemwege aufgenommen. Der von Lavendel hat z. B. eine entspannende Wirkung, während Rosmarin anregend wirkt und Orangenöl die Stimmung aufhellt.

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Salz: nährstoffreicher Beautyheiler

Zusammen mit Körperöl wird grobes Meersalz häufig als Peeling angewendet. Seine positive Wirkung auf die Haut entfaltet es aber vor allem als Sole. Der hohe Magnesium-Gehalt im Toten Meer stärkt die Hautbarriere. Bei Schuppenflechte oder Neurodermitis dient die Anwendung als Therapie.

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Hydrotherapie: von eiskalt bis heiss

Früher hiess die Hydrotherapie Wasserkur. Über die Temperatur oder den Wasserdruck setzen Therapeuten gezielte Reize für den Körper. Der reagiert nach einem kalten Guss mit Erwärmung. Die Anwendung vitalisiert, sorgt für mehr Spannung im Gewebe und lässt die Haut ebenmässiger erscheinen.

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Algen: Pflegestoffe aus dem Meer

Algen enthalten Aminosäuren, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Sie sind dafür bekannt, dass sie Giftstoffe abbauen sollen. Algenpackungen sind zentraler Bestandteil einer Thalassotherapie.

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Honig: Süsses für die Schönheit

Honig fühlt sich nicht nur angenehm warm und weich auf der Haut an. Honiganwendungen sollen sogar den hauteigenen Säureschutz unterstützen und dank antibakterieller Eigenschaften Hautirritationen lindern.

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Stempelmassage mit warmem Reis

Die Wärmemassage mit heissen Kräuter-Reis-Säckchen stammt aus dem fernen Osten. Im Ayurveda oder bei einer Thaimassage übt der Therapeut mit den Stempeln sanften Druck auf den ganzen Körper aus. Das fördert die Durchblutung der Haut und lockert die Muskeln.

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Schlammpackung klärt die Poren

Schlamm, Moor oder Heilerde werden seit jeher für Kuranwendungen genutzt. Alle Varianten enthalten einen hohen Anteil an Mineralien und Spurenelementen. Während des Trocknens kommt es zu einem Flüssigkeitsstrom Richtung Hautoberfläche, der die Poren klärt.

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Hamam: orientalischer Entspannungstempel

Im Hamam, dem traditionellen orientalischen Bad, wechseln Hitzeanwendungen auf einem warmen Marmorstein mit kalten Güssen. Das fördert die Durchblutung und einen rosigen Teint. Die Wärme entspannt Muskeln und öffnet die Poren für Schaumanwendungen mit speziellen Waschhandschuhen.

Die besten Verwöhnprodukte für Wellness Zuhause

Wo Sie sich am besten in der Schweiz erholen

Wer gern einen Wellness-Urlaub in Deutschland machen möchte, findet auch hierzulande zahlreiche Angebote. Immer wieder fallen dabei Begriffe wie Seebad, Heilbad oder heilklimatische Kurorte. Was steckt dahinter?

Gesund für die Haut: Urlaub an der frischen Luft

Wellness-Urlaub in der Schweiz: Bergseen bieten frische Luft und Entspannung. Spas und Wellness-Hotels locken mit verschiedensten Anwendungen für eine schöne Haut oder zur Entspannung.

Was sind Heilbäder, Seebäder und Co.?

  • Mineral- und Thermalheilbäder: Das Quellwasser muss mit mindestens 20 Grad Celsius an die Erdoberfläche kommen. Nur dann gilt es als Mineral- oder Thermalwasser.
  • Moorheilbäder: Diese Orte haben in unmittelbarer Nähe ein Moor, in dem Torf für die heilenden Anwendungen abgebaut wid.
  • Heilklimatische Orte und Kurorte: Das Klima des Ortes gilt als therapeutisch anwendbar. Das muss wissenschaftlich belegt sein. Die Messwerte werden regelmässig vom Schweizer Wetterdienst überprüft.
  • Bergseen: Hier können Sie so richtig die Seele baumeln lassen und den Alltagsstress vergessen. Relaxen bei einem der vielen Bergseen mit atemberaubendem Blick auf die malerische Bergwelt.
  • Kneippheilbäder und Kneippkurorte: Der Ort muss den Anforderungen für eine Kneippkur entsprechen. Das heisst: Wasserquellen für kalte oder heisse Anwendungen sind vorhanden, ebenso eine ruhige Umgebung, um den Behandlungserfolg zu unterstützen. Mineral- und Thermalheilbäder: Das Quellwasser muss mit mindestens 20 Grad Celsius an die Erdoberfläche kommen. Nur dann gilt es als Mineral- oder Thermalwasser.