Reibeisenhaut: Was ist das und wie werde ich sie los?

VON CREME BIS PEELING: TIPPS FÜR GESCHMEIDIGE HAUT

Was ist Reibeisenhaut, wie entsteht sie und welche Pflegetipps helfen gegen die Pickelchen? Wir verraten es Ihnen.

Was ist Reibeisenhaut?

Reibeisenhaut ist eine nicht ansteckende Verhornungsstörung, bei der der Körper zu viel Keratin produziert. Die Öffnungen der Haarfollikel verstopfen deswegen und es entstehen kleine Pickel. Die Haut fühlt sich rau und uneben an – wie ein Reibeisen.

Wie sieht Reibeisenhaut aus?

  • Reibeisenhaut sieht so ähnlich aus wie „Gänsehaut“ – nur verschwindet sie nicht genauso schnell wieder.
  • Durch die Überproduktion von Keratin – ein Bestandteil unserer Haut, Haare und Nägel – verstopfen die Ausgänge der Haarfollikel und die äussere Hautschicht verdickt sich. Sichtbar wird das an den weissen bis roten Pickelchen an der Hautoberfläche.
  • In der Fachsprache wird Reibeisenhaut auch Keratosis pilaris oder Follikelkeratosen genannt.

Nicht nur am Oberarm: Reibeisenhaut – wann tritt sie wo bei wem auf?

  • Reibeisenhaut zeigt sich vor allem an Oberarmen und Oberschenkeln, manchmal auch im Gesicht oder am Po.
  • Erste Reibeisenhaut-Symptome sind zumeist schon im Kindesalter zu erkennen (ab etwa 10 Jahren). Oftmals verstärken sie sich mit der Zeit. 
  • Betroffen sind vor allem Mädchen und junge Frauen in der Pubertät. Im Erwachsenenalter klingt die Reibeisenhaut häufig von allein ab.
  • Manchmal tritt Reibeisenhaut nach der Schwangerschaft auf oder danach.

Wann sollte ich zum Hautarzt gehen?

Die etwa stecknadelkopfgrossen Erhebungen (Keratosen) verursachen in der Regel keine Schmerzen oder andere Beschwerden. Es gibt aber auch Ausnahmen: Ihre Reibeisenhaut wird immer schlimmer, die Problemstellen weiten sich aus und jucken stark? Dann sollten Sie Ihren Hautarzt einen Blick darauf werfen lassen.

Wie entsteht Reibeisenhaut?

Bislang ist nicht genau erforscht, warum und wie Reibeisenhaut entsteht. Mediziner gehen davon aus, dass genetische Faktoren den grössten Einfluss nehmen. Bei Neurodermitis und Allergien kann Reibeisenhaut ausserdem als Begleiterscheinung auftreten.


Reibeisenhaut loswerden: Was tun?

Sie fragen sich, wie Sie Ihre Reibeisenhaut behandeln können? Aktuell ist keine Heilmethode gegen die Verhornungsstörung bekannt. Reibeisenhaut entfernen lassen, etwa von einem Dermatologen, können Sie daher nicht. Die gute Nachricht: Sie verschwindet in vielen Fällen eines Tages von allein. Mit der richtigen Pflegeroutine lässt sich den Pickelchen zudem gut vorbeugen.

Reibeisenhaut: Was hilft wirklich?

Mit unseren Tipps gegen Reibeisenhaut, können Sie Ihre Haut pflegen und das Erscheinungsbild abmildern:

  • Die richtige Reinigung: Zum Duschen und Baden eignen sich seifenfreie Waschlotionen besonders gut, weil sie die Haut nicht zusätzlich reizen. Ausserdem gilt: Duschen Sie mit lauwarmem Wasser. Das schont die Haut, heisses Wasser würde ihr Feuchtigkeit entziehen.
  • Pflege bei Reibeisenhaut: Welche Creme ist die richtige? Cremen Sie sich morgens und abends mit feuchtigkeitsspendenden Produkten speziell für sensible Haut ein. Körperöle können Ihre Beauty-Routine zusätzlich bereichern. Der Grund: Trockene Haut kann die Entstehung von Reibeisenhaut begünstigen. Deswegen ist es wichtig, dass Sie Ihrer Haut ausreichend Feuchtigkeit zuführen.
  • Trockene Umgebungsluft meiden: Im Winter belastet trockene Heizungsluft die Haut zusätzlich. Denken Sie daran, in der kalten Jahreszeit ausreichend zu lüften. Übrigens: Auch Zimmerpflanzen sind gute Luftbefeuchter.
  • Bräunen mit Köpfchen: Ein Strandurlaub kann sich positiv auf Keratosis pilaris auswirken – viele Betroffene berichten, dass Salzwasser und Sonne den Hautzustand verbessern. Warum, ist nicht ganz klar. Denken Sie aber dennoch an eine Sonnencreme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor, um keinen Sonnenbrand und langfristige Hautschäden zu riskieren.
  • Bei Reibeisenhaut: Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken und über die Nahrung reichlich Vitamine aufzunehmen. Denn eine ausgewogene Ernährung wirkt sich grundsätzlich positiv auf unser Hautbild aus. Sind Sie eventuell allergisch gegen bestimmte Lebensmittel, zum Beispiel Nüsse? Dann machen Sie am besten einen Allergietest beim Arzt. Wenn Sie diese Lebensmittel meiden, kann sich das positiv auf Ihr Hautbild auswirken und die Reibeisenhaut abmildern.

Peeling gegen Reibeisenhaut

Und noch ein Tipp gegen Reibeisenhaut: Peelings können helfen, die oberste Hautschicht abzutragen und so Verhornungen zu lösen. Besonders effektiv sind Fruchtsäurepeelings, aber auch Salzpeelings machen die Haut wieder weicher. Das Peelen beugt ausserdem neuen Pickelchen vor.

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