Fruchtsäurepeeling: Was ist das und wofür ist es gut?

Die wichtigsten Infos zu chemischen Peelings
Ein schöneres, ebenmässigeres Hautbild in kurzer Zeit – das versprechen chemische Peelings. Aber was passiert dabei eigentlich und ist eine Behandlung mit Fruchtsäure gefährlich?

Peeling mit Fruchtsäure: Wie es wirkt und was es kann

Fruchtsäurepeelings enthalten Säuren, die häufig aus Trauben, Zuckerrohr oder anderen Pflanzen stammen. Diese Gesichtspeelings sind seit Jahrzehnten im Einsatz für feinporigere und ebenmässigere Haut. Aber wie funktionieren sie?

Schöne, strahlende Haut mit natürlicher Säure?

Chemische Methoden der Hautreinigung wie etwa das Glykolsäurepeeling lösen oberflächliche Verhornungen. Auf diese Weise lässt sich ein insgesamt gleichmässigeres Hautbild erreichen.

Was sind Fruchtsäurepeelings?

Alle Peelings, die mit Säuren arbeiten, zählen zu den chemischen Peelings. Das gilt auch für sogenannte Fruchtsäurepeelings, die zwar häufig aus natürlich gewonnen Alpha-Hydroxysäuren (kurz: AHA oder Fruchtsäuren) bestehen, aber ebenfalls synthetischen Ursprungs sein können. Glykolsäure, die Basis der meisten Peelings, lässt sich z. B. aus Trauben oder Zuckerrohr gewinnen oder im Labor produzieren. Weitere, häufig für Peelings verwendete AHAs sind Apfelsäure, Zitronensäure und Milchsäure.

So funktioniert ein Fruchtsäurepeeling

Mittelstarke Fruchtsäuren können in die obersten Schichten der Haut eindringen und zu einer verstärkten Zellteilung anregen – dadurch lösen sich oberflächliche Hornschüppchen verstärkt ab. Zum Vorschein kommt die neue, jüngere Hautschicht. Im Gegensatz zu mechanischen Peelings stimulieren Fruchtsäurepeelings nicht nur den Hautstoffwechsel, sondern regen zusätzlich die Kollagenbildung in der mittleren Hautschicht (Dermis) an und unterstützen so die natürliche Regeneration der Haut. Das kann zu einem glatteren, feineren Hautbild führen und den Teint auffrischen.

Peelings mit Fruchtsäure haben einen grösseren Effekt als die mechanischen Varianten. Darum finden sie häufig bei gesteigerten kosmetischen Bedürfnissen Anwendung.

5 Hautprobleme, die ein Fruchtsäurepeeling abmildern kann: 

Fruchtsäurepeeling für das Gesicht: DIY oder besser beim Arzt?

Fruchtsäuren können das Hautbild verfeinern, allerdings reizen sie die Gesichtshaut auch. Um eventuellen Hautirritationen vorzubeugen, sollten Sie eine Fruchtsäurebehandlung im Gesicht Profis überlassen.

Medizinische Peelings bei Hautproblemen

Tiefenwirkung beim Profi: Der Hautarzt verwendet intensive Fruchtsäurepeelings, mit denen sich z. B. Aknenarben und Pigmentflecken reduzieren lassen.

Fruchtsäurepeeling zu Hause? Lieber zum Fachmann!

Auftragen, wirken lassen, abnehmen: Die Anwendung eines Fruchtsäurepeelings klingt simpel, birgt aber Risiken. Durch die Reaktion der Säure kann es zu Schwellungen und Hautirritationen kommen. Vor allem, wenn die Fruchtsäuren zu lange auf der Haut einwirken. Aus diesem Grund sind Fruchtsäurepeelings für den Hausgebrauch nur sehr gering konzentriert und daher weniger wirksam. Hoch dosierte Präparate gehören hingegen immer in die Hände von Experten.

Dermatologen oder medizinische Kosmetiker bieten spezielle Aknepeelings mit Fruchtsäure an. Sie können den Hautzustand ausreichend beurteilen, die gereizte Haut nach der Prozedur entsprechend pflegen und im Fall von Nebenwirkungen eingreifen.

Empfindliche Haut nach der Behandlung
Lösungen mit hoch konzentrierten Fruchtsäuren haben einen schälenden Effekt auf die Haut. Das ist beabsichtigt. Allerdings reagiert die Haut auf die Anwendung häufig mit Rötungen. Zudem kann sich das Hautbild vorübergehend verschlechtern.

Tipp: Ein Peeling mit Fruchtsäure sollte möglichst im Herbst oder Winter erfolgen, weil die Haut nach der Behandlung besonders empfindlich auf UV-Strahlung reagiert.

Fruchtige Schönheitskur: Papaya für die Haut

Viele Enzympeelings bestehen aus dem Papain-Enzym der Papaya. Durch seine eiweissspaltende Wirkung lassen sich abgestorbene Hautschüppchen lösen und Pickelmale reduzieren, ohne die Haut wie beim Fruchtsäurepeeling zu schälen.

Enzympeeling als milde Alternative?

Ein enzymatisches Peeling wirkt schwächer als ein Fruchtsäurepeeling, ist aber deutlich sanfter zur Haut. Die eingesetzten Fruchtenzyme wie Papain aus Papaya oder Bromelain aus Ananas sind sogenannte Proteasen, die gezielt Proteine (Eiweisse) abbauen. Sie spalten die Verbindungen zwischen den Hornzellen. Dadurch liegen abgestorbene Schüppchen locker auf und  lassen sich samt Schmutzpartikel und Make-up-Rückständen abwaschen.

Der Unterschied zum Fruchtsäurepeeling: Ein Enzympeeling enthält keine Säuren, sondern nutzt die Kraft der natürlich in Früchten enthaltenen Eiweissbausteine.

Enzymatische Peelings sind daher optimal für eine Anwendung zu Hause geeignet. Entweder in Form von gebrauchsfertigen Masken oder als Pulver, das vor dem Auftragen mit Wasser zu einer Paste angerührt wird. Ein Enzympeeling entfaltet seine Wirkung am besten in Kombination mit Wärme. Darum empfiehlt es sich, das Peeling mit feuchtwarmen Tüchern abzudecken, während es einwirkt.

Pflege und Schutz statt Peeling mit Fruchtsäure

Peelings mit Fruchtsäure sind nicht immer die beste Lösung. Eine typ- und altersgerechte Pflegeroutine kann in vielen Fällen genügen, um gesunder Haut einen strahlenden Teint zu verleihen.

Sonnenschutz ist das A und O

UV-Strahlung hinterlässt Spuren wie Pigmentflecken und Fältchen auf der Haut. Gut geschützt mit der passenden Sonnenpflege können Sie lichtbedingter Hautalterung vorbeugen.

Richtig gepflegt strahlt die Haut von selbst

Auch wenn Ihr Hautbild von Fruchtsäurepeelings profitieren kann, sind chemische Peelings nicht der einzige Weg zu schöner Haut. Bei gesunder Haut gibt es wenig Anlass, sie mit Säure-Anwendungen zu strapazieren.

Erste Anzeichen der Hautalterung, Unreinheiten und einem fahlen Teint können Sie auch mit schonenden Methoden begegnen, etwa der richtigen Pflegeroutine:

Reinigen Sie Ihr Gesicht mindestens zweimal täglich, am besten morgens und abends, um es von Staub, Schweiss und Make-up zu befreien. So beugen Sie verstopften Poren vor. Verwenden Sie dafür zum Beispiel Mizellen Wasser, das auf Ihren Hauttyp abgestimmt ist. Es reinigt die Gesichtshaut besonders gründlich und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit.

Trockenheit ist eine häufige Ursache für schuppende Haut und kleine Fältchen. Eine reichhaltige Pflege für die Nacht mit Antioxidantien wie Vitamin C und E oder dem Coenzym Q10 kann die natürliche Regeneration der Haut zusätzlich unterstützen und erste Alterserscheinungen abmildern.


Warum nicht ein Peeling ohne Säure?
Abgestorbene Hautschüppchen entfernen und dem Teint neue Frische verleihen – das können auch sanfte Peelings mit feinen Partikeln. Oder Sie verwenden für das Peeling einen Konjac-Schwamm.

Tipps für schöne, reine Haut

  • Meiden Sie die pralle Sonne: UV-Strahlung strapaziert die Haut. Sonnencreme mit hohem LSF (mind. 30) schützt vor lichtbedingter Hautalterung und ersten Fältchen.
  • Bewegung für einen frischen Teint: Es muss nicht gleich ein schweisstreibendes Workout sein. Ein Spaziergang genügt, um die feinen Blutgefässe in der Haut zu stimulieren. Die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessert sich und bringt die Haut von innen zum Strahlen.
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Fingern regelmässig ins Gesicht zu fassen. An den Händen sammeln sich viele Keime, die auf dem Gesicht für Bibeli, Mitesser und Entzündungen sorgen können.
  • Trinken nicht vergessen! Wirken Sie altersbedingtem Feuchtigkeitsverlust der Haut entgegen und achten Sie auf Ihren Flüssigkeitshaushalt. Trinken Sie etwa 1,5 bis 2  Liter am Tag – am besten Wasser.
  • Stress stört kurzfristig die Durchblutung und schadet so der Haut. Gönnen Sie sich regelmässig Pausen.
  • Nachts regeneriert sich die Haut. Ausreichend Schlaf – idealerweise sieben bis acht Stunden – sorgt für einen frischen Teint am Morgen.

Sanft zur Haut: unsere Peelings und Mizellen Wasser Produkte

So bringen Sie Ihren Teint zum Strahlen

Es muss nicht gleich ein Fruchtsäurepeeling sein. NIVEA zeigt Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie Sie kleinen Unreinheiten und ersten Fältchen entgegenwirken können und die Haut dabei schonen – von der Reinigung bis zur Pflege danach.

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