Kalte Hände und Füsse: Ursachen & die richtige Pflege

DIE BESTEN TIPPS FÜR WOHLIGE WÄRME

Warme Gedanken bringen bei eiskalten Fingern und Zehen wenig. Diese Tipps zum Aufwärmen aber schon. Ausserdem: Was steckt hinter dem Kältegefühl und wie pflege ich Hände und Füsse im Winter?

Das grosse Bibbern: Warum frieren wir eigentlich?

An Händen und Füssen merken wir meist zuerst, wie kalt es draussen wirklich ist. Aber warum ist das eigentlich so und was passiert im Körper, wenn wir vor Kälte bibbern?

Haben Frauen häufiger kalte Hände und Füsse als Männer?

Frauen frieren schneller als Männer. Das liegt unter anderem daran, dass Frauen in der Regel einen niedrigeren Muskelanteil haben. Und Muskeln erzeugen Wärme. Das bedeutet, Frauen produzieren weniger Wärme und geben durch ihre geringere Masse auch noch mehr davon ab.

Weitere mögliche Faktoren für kalte Hände und Füsse:

  • Ein niedriger Blutdruck: Das betrifft besonders oft Frauen, vor allem jüngere. Fällt der Blutdruck ab, führt dies zu einer geringeren Durchblutung. Am stärksten ist das an Händen und Füssen zu spüren, da hier die Gefässe relativ klein sind.
  • Eine falsche Ernährung: Nährstoffmangel führt zwangsläufig zu Energieverlust. Dann bleibt weniger Energie, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.
  • Zu wenig Flüssigkeit: Denken Sie daran, reichlich zu trinken. Das hält den Kreislauf und damit auch die Durchblutung in Schwung.

Wann sind kalte Hände und Füsse ein Fall für den Arzt?

Wer auch bei milderen Temperaturen häufig friert, sollte zur Abklärung von gesundheitlichen Ursachen unbedingt zum Arzt gehen. Hinter dem ständigen Kältegefühl könnten z. B. Durchblutungsstörungen stecken.

Frieren: Eine Überlebensstrategie des Körpers

Warum frieren Hände und Füsse zuerst?

Frieren ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Ist es sehr kalt, konzentriert sich der Organismus auf die lebenswichtigen Organe und das Gehirn. Um sie konstant auf 37 Grad zu halten, läuft die Durchblutung hier auf Hochtouren. Bei der Versorgung von Haut und Extremitäten wird dafür gespart.

Aufgrund der reduzierten Blutzufuhr frieren wir an Händen, Füssen, Ohren und Nase zuerst. Dazukommt, dass die Gefässe an Händen und Füssen eine recht dünne Gewebsschicht umgibt. Das heisst auch: Sie sind der Kälte beinahe direkt ausgesetzt.

Welche Faktoren verstärken das Kältegefühl?

Besonders frostig wird‘s, wenn Kälte und Nässe zusammentreffen – das kennt jeder, der schon mal mit zu dünnen Handschuhen in den Schnee gegriffen hat.

Auch schwitzende Füsse frieren schneller. Denn durch die verdunstende Feuchtigkeit auf der Haut entsteht wiederum Kälte.

Sind Handschuhe oder Schuhwerk zudem zu eng, kommt es schneller zum Kälteempfinden. Drückt der (Hand)Schuh, kann das die Durchblutung behindern.


Was hilft gegen kalte Hände und Füße?

Am besten ist es natürlich, wenn Sie kalte Hände und Füsse gar nicht erst entstehen lassen. Frieren Sie dann doch, hilft es, die Durchblutung anzuregen. Wir geben praktische Tipps, damit Finger und Zehen schnell wieder aufheizen.

Kalte Hände und Füsse: 5 Tipps zum Aufheizen

1. Wärme von innen

Heissgetränke sorgen für wohlige Wärme von innen. Wie wäre es nach einem Stadtbummel oder langen Spaziergang im Schnee z. B. mit einer Tasse Tee oder einem Kakao? Praktisch: Die kalten Finger wärmen am Becherrand gleich mit auf.

Kalte Hände und Füsse: 5 Tipps zum Aufheizen

2. Beheizbare Einlegesohlen

Für warme Füsse im Winter sorgen praktische Fusswärmer. Die Schuhheizung für unterwegs funktioniert mittels Wärmepads in der Sohle. Je nach Modell können Sie zwischen verschiedenen Wärmestufen wählen. Kalte Zehen tauen so im Nu wieder auf.

Kalte Hände und Füsse: 5 Tipps zum Aufheizen

3. Handliche Taschenwärmer

Wärme zum Mitnehmen gibt es auch für die Hände. Je nach Modell stecken hinter den kleinen Heizkissen chemische Reaktionen oder physikalische Prinzipien. Sie schenken sofort Wärme für mehrere Stunden und sind ideale Begleiter an kalten Tagen.

Kalte Hände und Füsse: 5 Tipps zum Aufheizen

4. Handbad für warme Hände

Was gibt es Angenehmeres als ein warmes Wasserbad für eiskalte Hände? Und so einfach geht‘s: Füllen Sie eine Schale mit lauwarmem Wasser und geben Sie 3 EL ätherisches Öl Ihrer Wahl hinzu. Etwa 10 Minuten baden.

Kalte Hände und Füsse: 5 Tipps zum Aufheizen

5. Fussbad für warme Füsse

Für die Füsse gilt das Gleiche: Ein Fussbad heizt kalte Zehen schonend auf. Füllen Sie eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und baden Sie Ihre Füsse für etwa 10 Minuten. Als Zusatz eignen sich z. B. fünf Tropfen duftendes Lavendelöl.

Kalten Händen und Füssen vorbeugen: 6 clevere Tipps

1. Warme Socken und Schuhe

Dicke Strümpfe und Schuhe mit robusten Sohlen, bestenfalls aus Gummi, sind ideal, um Füsse vor Nässe und Kälte von unten zu schützen. Achten Sie zudem auf bequemes Schuhwerk, damit die Wärme zirkulieren kann und die Füsse nicht schwitzen und so noch schneller auskühlen.

Kalten Händen und Füssen vorbeugen: 6 clevere Tipps

2. Warme Handschuhe

Simple, aber effektive Hilfsmittel gegen Kälte sind Handschuhe. Aber welche halten wirklich warm? Ideal sind atmungsaktive Materialien, die Feuchtigkeit abtransportieren, wie etwa Softshell. Zudem gilt: Fäustlinge schützen besser vor Kälte, weil sich die Finger darin gegenseitig wärmen.

Kalten Händen und Füssen vorbeugen: 6 clevere Tipps

3. Zwiebel-Look: Gut eingepackt

Wir frieren insgesamt weniger, wenn wir warm gekleidet sind – am besten im Zwiebellook: Ziehen Sie mehrere Kleidungsstücke locker übereinander und entledigen Sie sich einer Schicht, sobald es zu warm ist. Als Material ist Wolle ideal. Sie nimmt Feuchtigkeit auf und isoliert Körperwärme.

Kalten Händen und Füssen vorbeugen: 6 clevere Tipps

4. Regelmässige Saunagänge

Besuche in der Sauna wärmen nicht nur den ganzen Körper auf, sondern halten auch Kreislauf und Durchblutung auf Trab. So härten Sie Ihren Körper gegen Kälte ab und frieren weniger schnell. Netter Nebeneffekt: Der Teint wirkt rosiger und strahlender.

Kalten Händen und Füssen vorbeugen: 6 clevere Tipps

5. Wechselduschen

Wechselbäder haben einen ähnlichen Effekt wie Saunabesuche. Heisskalte Güsse regen die Durchblutung an und trainieren die Gefässmuskulatur. Die Kälte- und Wärmereize gewöhnen den Körper an die Temperaturunterschiede. Das Ergebnis: Sie halten Kälte länger stand.

Kalten Händen und Füssen vorbeugen: 6 clevere Tipps

6. Ausreichend Bewegung

Durch körperliche Aktivität werden sowohl die Muskeln trainiert, was langfristig für mehr Wärme sorgt, als auch das Durchblutungssystem verbessert. Dabei ist es egal, ob Sie joggen, Rad fahren oder spazieren gehen. Tipp: Besonders effektiv ist Bewegung an der frischen Luft.


Gut gepflegt durch kalte Zeiten: Tipps für Hände und Füße

Frostige Temperaturen, eisiger Wind und trockene Heizungsluft strapazieren unsere Haut im Winter – am ganzen Körper, aber insbesondere an Händen und Füssen. Wie Sie die Haut richtig schützen und pflegen, erfahren Sie hier.

Kein Spaziergang für die Füsse

Füsse haben es im Winter besonders schwer: Versteckt in dicken Schuhen kommen sie kaum noch an die Luft. Schwitzige Füsse und spröde Haut haben jetzt Hochsaison.

Tipps gegen trockene Haut an den Füssen:

  • Tragen Sie bequemes Schuhwerk. Zu enge Schuhe können die Durchblutung behindern und vereinzelte Stellen überstrapazieren, wodurch sich die Haut verdickt und Druckstellen entstehen.
  • Achten Sie ausserdem darauf, dass Ihre Schuhe atmungsaktiv sind. Bei Hitzestau kann Fussschweiss auftreten.
  • Gönnen Sie sich hin und wieder eine Fussmassage, um Winterfüsse zu entspannen und die Durchblutung anzuregen.
  • Sie wollen die Hornhaut entfernen? Dann empfiehlt sich zuerst ein Fussbad, ein Fusspeeling im Nachgang entfernt lose Hautschüppchen. Danach lassen sich verhornte Stellen mit einem Bimsstein reduzieren.
  • Trocknen Sie die Füsse und Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Baden sorgfältig ab. Gönnen Sie der Haut anschliessend reichhaltige Pflege mit Feuchtigkeits- oder speziellen Fusscremes.

Intensivkur: DIY-Fussmaske für schöne Füsse

Tragen Sie am Abend grosszügig Fusscreme oder NIVEA Creme auf, streifen Sie Baumwollsocken darüber und lassen Sie die Creme über Nacht einziehen. Am Morgen massieren Sie eventuelle Creme-Reste ein und freuen sich über extra streichelzarte Haut.

Häufiges Winterproblem: Trockene Hände

Auch Hände haben es im Winter nicht leicht. Eisige Aussentemperaturen, trockene Luft in beheizten Räumen und häufiges Händewaschen zum Schutz vor Erkältungsviren machen sie ganz rau. Die richtige Winterpflege verleiht ihnen wieder mehr Geschmeidigkeit.

Wintertipps für die Handpflege

  • Reinigen Sie die Hände am besten mit einer milden Seife. Tipp: Besonders schonend sind Produkte, die den pH-Wert der Haut erhalten.
  • Lauwarmes Wasser ist zum Händewaschen ideal. Zu heisse Temperaturen könnten der Haut hingegen noch mehr Feuchtigkeit entziehen.
  • Tupfen Sie Ihre Hände vorsichtig trocken statt zu reiben, um die ohnehin beanspruchte Winterhaut zu schonen.
  • Ein- bis zweimal pro Woche kann ein Handpeeling Schüppchen lösen und zu streichelzarter Haut verhelfen.
  • Cremen Sie Ihre Hände regelmässig ein. Handcremes mit Dexpanthenol oder reichhaltigen Öl-Formeln sind im Winter besonders geeignet.
  • Kombinieren Sie das Eincreme-Ritual doch mal mit einer Handmassage. Das kommt nicht nur dem Wohlbefinden zugute, sondern auch der Durchblutung.

Verwöhnkur: DIY-Handmaske für schöne Hände

Sie benötigen: 5 EL Speisequark, 1 Eigelb, 3 EL Mandelöl. So geht’s: Zutaten miteinander vermengen und die Hände damit einmassieren. 20 Min. einwirken lassen, dann mit lauwarmem Wasser abspülen.

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